Geschichte
- Institut für Binnenfischerei Berlin-Friedrichshagen (IfB)
- Bereich Hydrologie des Instituts für Geografie und Geoökologie in Leipzig mit zwei Berliner Bereichen Hydrologie I in Adlershof und Hydrologie II (Aquatische Ökosysteme) am Müggelsee
- Bereich Limnologie des Zentralinstitutes für Mikrobiologie und Experimentelle Therapie (ZIMET) in Neuglobsow
Kurze Chronologie des IGB
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Jahr |
Meilenstein |
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1893 |
Gründung des Instituts für Binnenfischerei (IfB), Berlin-Friedrichshagen, später Königliches Institut für Binnenfischerei, seit 1947 zugehörig zur Landwirtschaftlichen Akademie der DDR |
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1959 |
Gründung einer Forschungsstelle für Limnologie in Neuglobsow am Stechlinsee, zugehörig zum Institut für Mikrobiologie und Experimentelle Therapie (ZIMET) der Forschungsgemeinschaft der Deutschen Akademie der Wissenschaften |
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1976 |
Gründung des Instituts für Geographie und Geoökologie der Akademie der Wissenschaften der DDR |
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1991 |
Evaluierung der außeruniversitären Forschungsinstitute der ehemaligen DDR durch den Wissenschaftsrat |
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1992 |
Gründung des Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei aus drei Vorläuferinstitutionen |
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1997 |
Erste Evaluierung des IGB durch den Wissenschaftsrat |
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2000 |
Namensänderung in Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei |
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2000 |
Einweihung eines neuen Gebäudes für Büros und Labore ("Rieseler") in Berlin |
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2003 |
Neubau für Büros und Labore am Standort Neuglobsow am Stechlinsee |
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2005 |
Nationale Evaluierung des IGB durch die Leibniz-Gemeinschaft |
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2008 |
Audit durch den Wissenschaftlichen Beirat des IGB |
| 2011 | Internationale Evaluierung des IGB durch die Leibniz-Gemeinschaft |
Begutachtungen des Wissenschaftsrates
Für jede der drei Vorgängereinrichtungen haben die entsprechend fachlich unterschiedlichen Sachverständigengruppen des Wissenschaftsrates im Ergebnis Ihrer Begutachtungen die Empfehlung zur Weiterführung im Rahmen eines gemeinsamen Blaue-Liste-Institutes ausgesprochen. Die Geschichte der Vorgängereinrichtungen weist Forschungsprofile und wissenschaftliche Arbeitsprinzipien auf, die in ihrer allgemeinen Form für Blaue-Liste-Institute und - in fachspezifischer Hinsicht, hier allerdings zum Teil nach deutlicher Modifikation - auch für das heutige IGB von Bedeutung sind:
- Ökologische Grundlagen- und Vorsorgeforschung im Sinne einer ökosystemar orientierten Forschung mit entsprechenden interdisziplinären empirischen und systemanalytischen Ansätzen
- Angewandte Forschung zu nachhaltigem Gewässermanagement, zu Gewässerschutz (einschließlich Grundwasserschutz), über Ökotechnologien eutrophierter und degradierter Gewässer
- Enge Verbindung von Forschung und Lehre: Durchführung eines Studienganges zur Fischerei und Fischzucht an der Humboldt-Universität
- Internationale Orientierung bei der wissenschaftlichen Kooperation mit ausländischen Einrichtungen, einschließlich solchen Mittel- und Osteuropas
Aus der dargelegten Ausgangssituation sowie den Empfehlungen des Wissenschaftsrates lassen sich generelle Ziele für die Arbeit des neuen Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei ableiten, die in das Gründungskonzept vom 20.12.1991 wie folgt aufgenommen wurden:
Das IGB hat
- naturwissenschaftliche Grundlagenkenntnisse über die Struktur und Funktion aquatischer Ökosysteme unter Berücksichtigung des Nahrungsnetzes von den Bakterien bis zu den Fischen sowie ihrer Wechselwirkungen mit der terrestrischen Umgebung in interdisziplinärer Forschung zu erarbeiten und zu vertiefen,
- durch Gewinnung langer Zeitreihen die (wahrscheinlich) großen Zeitkonstanten oder Zyklen sowie die stochastischen Störungen ökologischer Prozesse herauszufinden, um letztlich die Optimierungsstrategien der Ökosysteme oder zumindest niedriger aggregierter Ebenen charakterisieren zu können,
- wissenschaftliche Grundlagen für die Entwicklung und die Anwendung von Ökotechnologien und Aquakultur (beides in gemäßigten Breiten sowie zukünftig auch in den Tropen) zu erarbeiten,
- ökologisch begründete Konzeptionen für die Sanierung und Renaturierung anthropogen geschädigter Gewässerökosysteme zu erarbeiten und Entscheidungsgrundlagen für Umweltschutz, Gewässerbewirtschaftung und umweltverträgliche Fischerei vorzulegen
- und den wissenschaftlichen Nachwuchs (Studenten, Doktoranden, Habilitanden) durch Lehrtätigkeit an Universitäten sowie durch Einbindung in die Forschungsarbeit des Instituts auszubilden und zu fördern.



