Abteilung Limnologie Geschichteter Seen

Forschungskonzept

Die aktuellen Untersuchungen in der Limnologischen Forschungsstelle am Stechlinsee konzentrieren sich auf die Folgen des globalen Umweltwandels für Gewässerökosysteme und ihre Biodiversität. Im Mittelpunkt stehen Mikroorganismen und die auf ihren Aktivitäten beruhenden Prozesse. Neben Bakterien (inkl. Archaeen) studieren wir dabei aquatische Pilze, Algen, Zooplankton und die vielvältigen Wechselwirkungen dieser Organismen miteinander. Darüber hinaus arbeiten wir an Konzepten und Methoden, um das Management von Gewässern angesichts der prognostizierten Klimaveränderungen zu verbessern.

Die beiden methodischen Grundpfeiler unserer Forschung sind Freilandexperimente und die Analyse von Langzeitdaten. Für den Stechlinsee können wir auf z. T. über 50 Jahre lange Datenreihen aufbauen. Daneben kommen Feldbeobachtungen, Laborexperimente, einfache Modelle und eine Vielzahl chemisch analytischer, mikrobiologischer, molekulargenetischer und ökologischer Methoden zum Einsatz.

Zusätzlich zu einer bereits bestehenden Versuchsanlage (Enclosures) in einem eutrophen See und zu einem in vier Becken geteilten Moorsee errrichten wir derzeit eine große Enclosueranlage im oligotrophen Stechlinsee. Sie soll uns in Zukunft erlauben, in großem Maßstab gleichzeitig die Auswirkungen von mehr als einer Umweltgröße auf Gewässerökosysteme zu bestimmen. Neben unseren Kollegen am IGB in Berlin unterstützen uns dabei zahlreiche Partner im In- und Ausland.