16.05.2018 | Blitzlicht | Katharina Bunk

Ein Netzwerk der Invasionsbiologie

Unterschiede und Gemeinsamkeiten wichtiger Hypothesen
Das Buch „Invasion Biology: Hypotheses and Evidence“ präsentiert einen neuen Ansatz zur Zusammenführung von heterogenen Daten und Informationen. Dieser Ansatz wird von WissenschaftstheoretikerInnen kommentiert und für zwölf wichtige Hypothesen der Invasionsbiologie angewendet.

hi knowledge – for science and society: Ein interaktives Visualisierungswerkzeug, das wissenschaftliche Evidenz in hierarchischen Netzwerken strukturiert. | Bild: hi-knowledge.org

23 AutorInnen haben über 1100 Studien ausgewertet und in 18 Kapiteln aufbereitet. Die Ergebnisse beleuchten Unterschiede und Gemeinsamkeiten biologischer Invasionen in Gewässern im Vergleich zu landbasierten Ökosystemen sowie zwischen verschiedenen taxonomischen Gruppen und methodischen Ansätzen.

Zusätzlich wird ein Netzwerk eingeführt, das Ähnlichkeiten zwischen den zwölf Invasionshypothesen illustriert. Dieses Netzwerk ist ein erster Vorschlag für eine konzeptionelle Karte und Navigationshilfe für die Invasionsbiologie. Auf der Webseite hi-knowledge.org ist das Netzwerk interaktiv zugänglich: in die zwölf Hypothesen kann hineingezoomt werden, um die spezifischen Arbeitshypothesen dahinter einzusehen, die in den über 1100 Studien untersucht wurden. Die aus den Studien extrahierten Daten und Informationen sind auf der Webseite ebenfalls frei zugänglich.

HerausgeberInnen des Buches sind Jonathan Jeschke, Sprecher des IGB-Programmbereiches Aquatische Biodiversität und Professor für Ecological Novelty an der Freien Universität Berlin, und Tina Heger, Wissenschaftlerin am Berlin-Brandenburgischen Institut für Biodiversitätsforschung (BBIB) und der Universität Potsdam.

Jeschke, J.M. and T. Heger (eds.) (2018) Invasion Biology: Hypotheses and Evidence. CABI, Wallingford, UK. 188 Pages. Zum Buch >

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