Abteilung Ökohydrologie

Forschungskonzept

Die Besonderheiten der Seen und Fließgewässer des Nord-Ostdeutschen Flachlandes und anderer vorwiegend pleistozän geprägter Landschaften bestehen darin, dass es intensive Austauschvorgänge zwischen ober- und unterirdischem Wasser und damit verbunden entsprechende hydraulische und hydro-geochemische Wechselbeziehungen zwischen den Gewässern und ihren Einzugsgebieten gibt. Dies führt dazu, dass in verstärktem Maße physikalische und chemische Stressoren die Biozönosen der verschiedenen Gewässer beeinflussen und steuern.


In der Abteilung Ökohydrologie werden die Einflüsse von hydrologischen und hydrodynamischen Prozessen im Einzugsgebiet und im Gewässer auf die aquatischen Systeme und ihre Lebensgemeinschaften untersucht. Das Ziel der Arbeiten besteht einerseits in der Identifizierung und Quantifizierung der verschiedenen Einflussfaktoren (unterirdische Abflussbildung, Wasserhaushalt, Turbulenz, Sedimentation) auf unterschiedlichen Skalenebenen, andererseits sollen die Wechselwirkungen zwischen diesen Prozessen und den Lebensgemeinschaften erforscht werden.

Die Forschungen sind vor allem dadurch gekennzeichnet, dass experimentelle Untersuchungen, mathematische Modellierung und Bewertung als Einheit behandelt werden, und dass die Modellvervoll-kommnungen und -erweiterungen bis hin zur Theoriebildung im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit stehen. Hierzu werden Transport-, Ökosystem- bzw. Kompartimentsmodellansätze entwickelt, die einerseits eine Regionalisierung und zum anderen die Einbeziehung biologischer Prozesse auf verschiedenen begrifflichen Ebenen (von der Artenebene bis zur Ökosystemebene) erlauben.