GLANCE

Auswirkungen des Globalen Wandels auf Fließgewässerökosysteme

Es wird erwartet, dass der globale Wandel die Süßwasserökosysteme stark beeinflusst z.B. durch längere Dürreperioden, einer zunehmenden Anzahl an Überflutungen oder der reduzierten Verfügbarkeit von qualitativ gutem Frischwasser. Flüsse und Ströme werden als besonders anfällig für den globalen Wandel erachtet. Die Arten, die die Gewässerökosystem besiedeln zählen auf Grund der komplexen Interaktion zwischen Hydrosphäre und Biosphäre zu den anfälligsten Arten.

GLANCE untersucht in  vier Teilprojekten den Einfluss von sich ändernden Abflussbedingungen auf den Makrozoobenthos in Flüssen.

  • Bestimmung und Quantifizierung der Lebensraumpräferenzen und –toleranzen benthischer wirbelloser Organismen.
  • Einflüsse des globalen Wandels auf diesen Lebensraum v.a. hydrologische und hydraulische Bedingungen.
  • Verbesserung von Projektionen, die die Auswirkungen des Klimawandels auf Fließgewässerorganismen beschreiben.
  • Großräumige Abschätzung von hydrologischen Veränderungen und möglichen ökologischen Auswirkungen.

Für drei Regionen in Deutschland entwickelte Vorhersagemodelle geben Aufschluss über gegenwärtige und zukünftige, geänderte Abflussbedingungen

Zunächst erfolgt eine Quantifizierung der ökologischen Bedürfnisse des Makrozoobenthos durch statistische Auswertung von vorhandenen Daten und Probenahmen. Einerseits werden vorhandene deutschlandweite Daten statistisch ausgewertet. Andererseits werden in drei Einzugsgebieten Deutschlands (Tiefland: Treene, Mittelgebirge: Kinzig, Alpenraum: Ammer) gekoppelte hydrologisch‐hydraulische Modellsysteme erstellt.

Die Ergebnisse der Modellierungen sind hydrologische und hydraulische Parameter unter derzeitigen und zukünftigen Bedingungen. Die Erkenntnisse, die durch die Modellierung, Probennahmen und Datenanalysen gewonnen wurden, können dann in Vorhersagemodelle integriert werden, um Auswirkungen der Abflussänderungen auf das Makrozoobenthos zu modellieren. Es soll schließlich versucht werden, entsprechende Daten auf europäischer oder globaler Ebene zusammen zu tragen und vergleichend zu analysieren, um die Ergebnisse zu extrapolieren.

Forschungsergebnisse dienen effizienterem Gewässermanagement

Es wird erwartet, dass die Ergebnisse langfristig dazu beitragen, dass Ausgaben für Gewässerbewirtschaftung effizienter eingesetzt werden können, z.B. durch Planung geeigneter Monitoringprogramme oder durch die verbesserte Erfolgsabschätzung bei Renaturierungsmaßnahmen. Durch die vereinbarte Kooperation mit der  Bund/Länder‐Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) und dem Umweltbundesamt (UBA) wird die Übergabe der Ergebnisse in die wasserwirtschaftliche Praxis angestrebt.

Ausführliche Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.08.2014
30.04.2019
Abteilung(en)
(Abt. 2) Ökosystemforschung
Programmbereich
(PB 1) Aquatische Biodiversität
Projektteam am IGB
Projektleitung
Wissenschaftler
Doktorant
Doktorantin
Doktorant
Projektassistenz
Ansprechpartner

Sonja Jähnig

Arbeitsgruppenleitung
Arbeitsgruppe
Einfluss des globalen Wandels auf Fließgewässerökosysteme

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