Steuergrößen der Freisetzung gelöster organischer Substanz,

deren Stabilität und Wirkung in methanogenen, überstauten Niedermoorböden

Gewässereutrophierung, Biodiversitätsverlust und die Zunahme von Treibhausgasen in der Atmosphäre haben weltweit zu verstärkten Anstrengungen geführt, Feuchtgebiete und Moore durch Wiedervernässung zu revitalisieren. Auf den in Mitteleuropa weit verbreiteten Niedermooren entstehen damit häufig Flachseen – neue, hoch dynamische Ökosysteme, die die Eigenschaften von Niedermooren und Flachgewässern in sich vereinen. Ein Problem dieser Systeme ist, dass in der Anfangsphase oft erhebliche Freisetzungsraten des starken Treibhausgases Methan, des gewässerbelastenden Nährstoffes Phosphor, sowie von gelöster organischer Substanz (DOC)  auftreten. Als Ursache für erhöhte mikrobiell gesteuerte Stofffresietzungen in den ersten Wiedervernässungsjahren werden neben dem Mangel an Polyphenolen, als mikrobielle Hemmstoffe, die erhöhte Abbaubarkeit der organischen Substanz und günstige exogene Umweltfaktoren in der ursprünglich entwässerten Torfschicht und den sich neu bildenden Sedimentauflagen angenommen. Hauptziel des Projekts ist die Identifizierung von Faktoren, die maßgeblich die Höhe der Freisetzung gelöster organischer Substanz und die daran geknüpfte Methanbildung in diesen neuartigen Ökosystemen kontrollieren. Mit dieser Arbeit wird ein signifikanter Beitrag zum Verständnis der Stoffdynamik und damit zur Langzeitentwicklung wiedervernässter Moore erwartet.

Projektsteckbrief

Laufzeit

16.04.2014
31.08.2017
Abteilung(en)
(Abt. 6) Chemische Analytik und Biogeochemie
Programmbereich
(PB 2) Aquatische Grenzzonen
Projektteam am IGB
Projektleiter
Doktorand
Masterstudentin
Technische Mitarbeiterin
Themenbereiche
Finanzierung
Projektpartner
Publikation

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