(Abt. 6) Chemische Analytik und Biogeochemie

Forschungsschwerpunkte der Abteilung Chemische Analytik und Biogeochemie sind grundlegende Untersuchungen im Feld und Labor zu biogeochemischen Prozessen in aquatischen Grenzzonen von Gewässern und Mooren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Kohlenstoffflüssen zwischen terrestrischen und aquatischen Ökosystemen. Dies schließt Untersuchungen zur Emission klimarelevanter Spurengase aus Gewässern sowie die Entwicklung und Anwendung neuer in-situ-Messtechniken zur Erfassung von Stoffflüssen mit hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung ein. Darüber hinaus übernehmen wir Serviceaufgaben für wesentliche Anteile der am Institut etablierten chemischen Analytik, beteiligen uns an den Messprogrammen für Langzeituntersuchungen und unterstützen Mitarbeiter aus allen Abteilungen bei analytischen Arbeiten im Rahmen von Labor- und Freilanduntersuchungen.

Ansprechpartner

Michael Hupfer

Abteilungsleitung a.i.
Forschungsgruppe
Biogeochemische Prozesse in Sedimenten und Seenrestaurierung

Abteilungsmitglieder

Ausgewählte Publikationen

Dezember 2020
Earth-Science Reviews. - 212(2021), Art. 103446

Sulphate in freshwater ecosystems: a review of sources, biogeochemical cycles, ecotoxicological effects and bioremediation

Dominik Zak; Michael Hupfer; Alvaro Cabezas; Gerald Jurasinski; Joachim Audet; Andreas Kleeberg; Robert McInnes; Søren Munch Kristiansen; Rasmus Jes Petersen; Haojie Liu; Tobias Goldhammer

Die Sulfatbelastung von Binnengewässern ist ein anhaltendes globales Problem. Klimawandel, Landnutzung und Bergbau zählen zu den Hauptursachen. Die Übersichtsarbeit zeigt, dass Sulfat den biogeochemischen Umsatz von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor beeinflusst und toxische Effekte auf aquatische Organismen haben kann. Bioremediation in Pufferzonen ist ein Instrument zur Schadensbegrenzung.

Dezember 2020
Biogeochemistry. - 151(2020)2/3. 313–334

Geochemical focusing and sequestration of manganese during eutrophication of Lake Stechlin (NE Germany)

Grzegorz Scholtysik; Olaf Dellwig; Patricia Roeser; Helge Wolfgang Arz; Peter Casper; Christiane Herzog , Tobias Goldhammer; Michael Hupfer

Die Eutrophierung des Stechlinsees führt zur Intensivierung interner Stoffkreisläufe u. so zu Veränderungen im Sediment. Durch reduktive Auflösung in flachen Arealen und anschließende Ausfällung wird Mn als Rhodochrosit im Sediment unterhalb von 56 m Tiefe fixiert. Die geochemische Mn-Fokussierung zeigt O2-Schwund im Tiefenwasser u. kann zur Rekonstruktion früher Umweltzustände genutzt werden.

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