Sekundarschule: System Fließgewässer – mehr als Wasser und Uferkanten
Flüsse und ihre Auen gehören zu den artenreichsten Ökosystemen Deutschlands und Europas. Doch Eingriffe wie Begradigungen und Deichbau haben ihre natürliche Dynamik stark eingeschränkt. Angesichts des Klimawandels gewinnen funktionierende Auen heute wieder an Bedeutung. Ihre Fähigkeit, große Wassermengen aufzunehmen und zeitverzögert wieder abzugeben, macht sie zu einem natürlichen Schutzschild gegen Hochwasser und Dürren. Durch Revitalisierungsmaßnahmen wie die Rückverlegung von Deichen werden diese natürlichen Prozesse wiederhergestellt und zugleich vielfältige Lebensräume geschaffen.
In dieser Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Wechselwirkungen innerhalb des Systems Fließgewässer. Anhand konkreter Unterrichtsmaterialien zu einem Fallbeispiel in Deutschland erfahren die Teilnehmenden, wie sich biologische, ökologische, hydrologische und landschaftsplanerische Inhalte in den Biologie- oder Geografieunterricht integrieren lassen. Dabei stehen Kompetenzen im Mittelpunkt, die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ökologische Systeme zu verstehen, Umweltfolgen menschlicher Eingriffe zu beurteilen und Lösungsoptionen zu reflektieren.
Lernziele für den Unterricht
- Komplexe Zusammenhänge im System Fließgewässer herstellen und beschreiben
- Dynamische Prozesse anhand eines Revitalisierungsprojekts erläutern
- Ökologische Veränderungen und Gegenmaßnahmen abwägen und beurteilen
Zielgruppe
Lehrkräfte der Fächer Biologie und Geografie (Sekundarstufe I)