Wissenschaftliche Highlights

Resilienz von Seen | Verändertes Schwarmverhalten durch Fischerei | Methan-Emissionen aus dem Sediment

Bild von Christopher Winkler auf Pixabay
Wie atmen Arapaimas? Wie schnell sind Flusspferde? Und wie pflanzen sich Wasserflöhe fort?

20 Süßwasserarten, die unsere Aufmerksamkeit verdienen

Design: www.studioaden.berlin
Weltwassertag

Warum auch ganz kleine Gewässer schützenswert sind

Foto: Steven Kleinsasser auf Pixabay
Ein Interview mit Rita Adrian

IPCC-Bericht: Wie steht es um die Binnengewässer?

Foto: Solvin Zankl

Forschen für die Zukunft unserer Gewässer

 Unser Profil

Unsere Vision ist das Verständnis jener Prozesse, die die Struktur und Funktionsweise der Gewässer und ihrer Lebensgemeinschaften prägen. Unser Forschungswissen hilft, die Reaktionen auf Umweltveränderungen vorherzusagen und Maßnahmen für ein nachhaltiges Gewässermanagement zu entwickeln.

Das IGB ist das bundesweit größte und eines der international führenden Forschungszentren für Binnengewässer. Bei uns arbeiten Wissenschaftler*innen aus Hydrologie, Biogeochemie, Physik, Mikrobiologie, Evolutionsökologie, Fischökologie und Fischereibiologie unter einem Dach.

Aktuelles

Fokus

Die Erde im Blick

Zum Tag der Erde blicken wir von weit oben auf die Gewässer, denn je größer die Entfernung, desto sichtbarer werden manchmal klimabedingte oder gewässerökologische Probleme. Mithilfe von Bilddaten aus der Luft oder aus dem Weltall verfolgen IGB-Forschende den ökologischen Zustand von und wesentliche Prozesse in Oberflächengewässern.
Fokus

Wie die Kleinsten interagieren

Luca Zoccarato und Hans-Peter Grossart haben mittels Genomanalyse das Interaktionspotenzial von 473 verschiedenen marinen Bakterien untersucht.

Veranstaltungen

Downloads

IGB-Jahresforschungsbericht 2021

Ergebnisse und Entwicklungen aus einem Jahr Gewässerforschung

Ausgewählte Publikationen

April 2022
Limnology and Oceanography. - 67(2022)S1, S101-S120

Antecedent lake conditions shape resistance and resilience of a shallow lake ecosystem following extreme wind storms

Michael W. Thayne; Benjamin M. Kraemer; Jorrit P. Mesman; Bastiaan W. Ibelings; Rita Adrian

Das Hauptziel war die Entwicklung einer systematischen, standardisierten und quantitativen Methodik, die eine Synthese von Resistenz und Resilienz von Seen auf extreme Stürme ermöglicht. Die Resistenz und Resilienz hingen sehr stark von den Bedingungen im See (Algenbiomasse, thermische Struktur) ab und eine höhere Sturmintensität und -dauer verringerte die Resistenz und Resilienz des Sees.

April 2022
Water Resources Research. - 58(2022)4, Art. e2021WR030635

Spatial variability of radon production rates in an alluvial aquifer affects travel time estimates of groundwater originating from a losing stream

Jonas L. Schaper; Christiane Zarfl; Karin Meinikmann; Eddie W. Banks; Sandra Baron; Olaf A. Cirpka; Joerg Lewandowski

Radon wird als Tracer im Oberflächenwasser zur Quantifizierung des Grundwasserzustroms verwendet. Die Studie verfolgte den umgekehrten Ansatz u. nutzte Radon zur Abschätzung der Fließzeiten von infiltriertem Oberflächenwasser im Aquifer. Die räumliche Heterogenität der Radonproduktion erschwert dies, konnte aber durch Berücksichtigung von Temperatur u. hydraulischem Gradienten überwunden werden.

März 2022
The American Naturalist. - 199(2022)4, 480-495

Evolutionary impact of size-selective harvesting on shoaling behavior: individual-level mechanisms and possible consequences for natural and fishing mortality

Valerio Sbragaglia; Pascal P. Klamser; Pawel Romanczuk; Robert Arlinghaus

Die Autor*innen stellen ein Mehrgenerationenexperiment mit Zebrabärblingen als Modell vor, um die Auswirkungen der größenselektiven Fischerei auf das Schwarmverhalten zu verstehen. Mithilfe hochauflösender Ortung und Modellierung zeigen sie, dass sich der Schwarmzusammenhalt so verändert, das ein Kompromiss zwischen individueller Wachsamkeit und der Nutzung sozialer Hinweise abgebildet wird. 

März 2022
Science of the Total Environment. - 814(2022), Art. 151925

Cross-continental importance of CH4 emissions from dry inland-waters

José R. Paranaíba; Ralf Aben; Nathan Barros; Gabrielle Quadra; Annika Linkhorst; André M. Amado; Soren Brothers; Núria Catalán; Jason Condon; Colin M. Finlayson; Hans-Peter Grossart; Julia Howitt; Ernandes S. Oliveira Junior; Philipp S. Keller; Matthias Koschorreck; Alo Laaso; Catherine Leigh; Rafael Marcé; Raquel Mendonça; Claumir C. Muniz; Biel Obrador; Gabriela Onandia; Diego Raymundo; Florian Reverey; Fábio Roland; Eva-Ingrid Rõõmo; Sebastian Sobek; Daniel von Schiller; Haijun Wang; Sarian Kosten

Trotz großer Fortschritte, Treibhausgasemissionen aus trockenen Binnengewässern zu quantifizieren, ist kaum etwas zu Methan (CH4) bekannt. Die Autor*innen bestimmten die CH4-Emissionen aus trockenen Gewässersedimenten Kontinent-übergreifend. Der CH4-Beitrag lag zwischen 10 und 21 % der äquivalenten CO2 Emissionen. Dies sollte für den globalen Kohlenstoffkreislauf berücksichtigt werden.

März 2022
The American Naturalist. - 199(2022)3, 330-344

Predator group composition indirectly influences food web dynamics through predator growth rates

Kate L. Laskowski; Marta M. Alirangues Nuñez; Sabine Hilt; Mark O. Gessner; Thomas Mehner

Theoretisch vorhergesagte Effekte von intraspezifischer Verhaltensvariabilität auf aquatische Nahrungsketten und Ökosystemfunktionen wurden durch Teichexperimente empirisch überprüft. Die Verhaltensvariabilität der Prädatoren hatte keinen Einfluss auf die unteren trophischen Ebenen, aber beeinflusste das Wachstum der Prädatoren, so dass deren Biomasse die Nahrungsketten entscheidend modifizierte.

Messstationen

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