Schadstoffe und Belastungen

Gewässer werden von Menschen intensiv genutzt und sind deswegen verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Wir erforschen die komplexen Zusammenhänge und Wirkungen der unterschiedlichen Stressoren: Wie gelangen Nähr- und Schadstoffe in unsere Oberflächengewässer, welche Faktoren sind dabei zentral, und wo sind Flüsse und Seen in einem besonders schlechten Zustand? Nährstoffeinträge von Stickstoff und Phosphat können beispielsweise die Wasserqualität beeinträchtigen und zu Algenblüten führen. Pharmaka und Biozide werden in Kläranlagen häufig nicht vollständig abgebaut, gelangen so in Flüsse und Seen und können den Hormonstoffwechsel von Fischen und Amphibien beeinträchtigen. Als Folge des Bergbaus können Kali und Sulfat die angrenzenden Gewässer belasten. Landnutzungswandel, Urbanisierung, Gewässerverbauung und die zunehmende künstliche Beleuchtung bei Nacht (Lichtverschmutzung) erhöhen den Druck auf unsere Binnengewässer zusätzlich. Bei unserer Forschung erkennen wir die menschliche Nutzung als wichtigen Teil der Wirklichkeit an – nur so lassen sich zukunftsfähige Lösungen entwickeln.

Meldungen zum Thema

Pressemitteilung

Schlafen Stadt-Fische schlechter?

Lichtverschmutzung kann die Bildung von Melatonin bei Fischen schon bei sehr niedrigen Lichtintensitäten unterdrücken, fanden Franziska Kupprat, Franz Hölker und Werner Kloas heraus.
Pressemitteilung

Fungizide als unterschätzte Gefahr für Organismen in Gewässern

Justyna Wolinska und ihr Team haben festgestellt, dass in Gewässern vorkommende Konzentrationen von Fungiziden weitreichende Effekte auf verschiedene Prozesse im Gewässer haben können – beispielsweise indirekt auf die Entwicklung von Blaualgenblüten.

Projekte zum Thema

Sulfat in Spree und Müggelsee

Wissenschaftliche Untersuchungen in Bergbaufolgelandschaften am Beispiel der Problematik "Braune Spree". Langzeitentwicklung der Sulfatkonzentration in der Spree sowie im Müggelsee...
Ansprechpartner
Tobias Goldhammer
Thomas Rossoll
Abteilung(en)
(Abt. 6) Chemische Analytik und Biogeochemie
Beginn
05/2015
Ende
12/2020
Themenbereiche

Wirt-Parasit-Interaktionen hybridisierender Daphnien

Durch globale Erwärmung beschleunigte Eutrophierung stellt ein weltweites ökologisches Problem dar, das die Stabilität aquatischer Ökosysteme auch langfristig beeinflusst. Wir untersuchen, ob und wie Eutrophierung sich auf zwei interagierende evolutionäre Prozesse auswirkt: Verbreitung von Krankheiten und interspezifische Hybridisierung.
Ansprechpartner
Justyna Wolinska
Abteilung(en)
(Abt. 2) Ökosystemforschung
Beginn
01/2017
Ende
12/2019
Themenbereiche

Urban Water Interfaces

DFG Graduiertenschule  
Ansprechpartner
Gunnar Nützmann
Mark Gessner
Sabine Hilt
Abteilung(en)
(Abt. 1) Ökohydrologie
(Abt. 2) Ökosystemforschung
(Abt. 3) Experimentelle Limnologie
(Abt. 6) Chemische Analytik und Biogeochemie
Beginn
07/2015
Ende
06/2024
Themenbereiche

Downloads zum Thema

Ist es hell, oder schon zu grell?

Tipps für die Gestaltung von Außenbeleuchtungen, zur Schonung der Umwelt, der allgemeinen Gesundheit und zur Einsparung von Steuergeldern.

Naturschutz nach Sonnenuntergang

Empfehlungen speziell für die Beleuchtung von Schutzgebieten.

Experten zum Thema

Franz Hölker

Arbeitsgruppenleiter*in
Arbeitsgruppe
Lichtverschmutzung und Ökophysiologie

Ilka Lutz

Arbeitsgruppenleiter*in
Arbeitsgruppe
Wirkungen hormonell wirksamer Stoffe

Thomas Meinelt

Arbeitsgruppenleiter*in
Arbeitsgruppe
Fischpathologie, Ökotoxikologie und Stressökologie

Matthias Stöck

Arbeitsgruppenleiter*in
Arbeitsgruppe
Evolutionsbiologie und Ökotoxikologie von Amphibien und Fischen

Markus Venohr

Arbeitsgruppenleiter*in
Arbeitsgruppe
Flussgebietsmodellierung

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