Fischparasitologie und -immunologie

Arbeitsgruppe von Klaus Knopf
Pseudodactylogyrus bini, a gill parasite of eels. | Photo: Klaus Knopf / IGB

Pseudodactylogyrus bini, ein Kiemenparasit von Aalen. | Foto: Klaus Knopf / IGB

Die Kontrolle von Krankheiten und Parasiten ist in der Aquakultur essentiell, um den Anforderungen an Tierschutz und einer wirtschaftlichen Produktion gerecht zu werden. Deshalb beschäftigen wir uns mit neuen, alternativen Wegen, um Krankheitserreger zu bekämpfen und Fische gesund zu halten.

Parasiten sind aber nicht nur gefährliche Krankheitserreger bei Fischen in Gefangenschaft. Eingeschleppte Parasiten aus anderen Kontinenten können eine ernsthafte Bedrohung für nicht angepasste endemische Fischarten darstellen. Einer dieser eingeschleppten Parasiten ist der Schwimmblasen-Nematode von Aalen, Anguillicola crassus. Wir untersuchen, wie das Immunsystem unseres einheimischen Aals mit diesem für ihn neuen Parasiten umgeht.

Endemische Parasiten sind andererseits in einer faszinierenden Vielfalt in Wildfischen anzutreffen, wo sie selten als Krankheitserreger auffallen. Sie sind integraler Bestandteil aquatischer Lebensgemeinschaften. Viele Fischparasiten haben komplexe Lebenszyklen, die mehrere Wirte auf verschiedenen trophischen Ebenen umfassen, und es gibt noch viel über ihre Funktion im Ökosystem zu erforschen. Uns interessiert, wie diese Parasiten die Rolle ihrer Wirte im aquatischen Nahrungsnetz verändern können.

Darüber hinaus nutzen wir unsere Erfahrung bei der Bestimmung von Stress- und Immunparametern, um messbare Hinweise zum Wohlergehen von Fischen in Gefangenschaft zu erhalten. Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Daten zur Verbesserung der Haltungsbedingungen von Fischen in Gefangenschaft bereitzustellen.

Gruppenmitglieder

Klaus Knopf

Arbeitsgruppenleitung
Arbeitsgruppe
Fischparasitologie und -immunologie

Viola Schöning

Technik und Labor
Arbeitsgruppe
Fischparasitologie und -immunologie

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