Workshops for teaching staff

Educational workshops on topics related to freshwater ecology
Sturgeon

© Jacobia Dahm

Option 1: River habitats and migratory fish

While a single river or lake is sufficient habitat for some fish, migratory fish are more demanding: like humans, they look for the right environment for each stage of their lives. Sturgeon, for example, spend most of their time in the sea, but migrate hundreds of kilometers up our rivers to reproduce. Sturgeon, along with salmon, allis shad, houting and eel, provide a strong link between our rivers, the sea and coastal areas.

The workshop focuses on the river as a habitat and provides teachers with materials in four categories:

  • Inspiration
  • School projects
  • Experiments and equipment
  • Field trips

These offer creative ideas for activities that can be carried out with everyday objects in the classroom or on field trips.

Curriculum framework

The content is particularly suitable for teaching sciences (grades 1-6: concept of interaction, system concept, movement in water), biology (grades 7-8: consideration of ecosystems as a whole, habitats and their inhabitants) and geography (grades 7-8: natural and anthropogenic phenomena, spatial problems on rivers, human-environment interactions).

Education for sustainable development also makes it possible to include the themes in other school subjects. For example, in German, fantasy stories can be told about water bodies, or in art, pictures can be drawn about migratory fish. In history, changes in cultural landscapes and different forms of use can be discussed.

Duration

90 to 120 minutes

Option 2: Discovering water – teaching ideas for engaging science lessons

How can we make the fascination of water tangible for children while strengthening their ability to manage water resources in a changing world? In this workshop, teachers will gain inspiration on how to integrate water-related topics – such as habitats, aquatic species, droughts, floods and the water cycle – into their lessons in a practical and engaging way. The workshop is based on the Water Discovery Calendar 2026, a free collection of materials provided to all participants.

As well as providing basic knowledge of the interrelationships and processes in different types of water bodies, the workshop will present simple experiments and ideas for local school projects. Advice on equipment and planning field trips will also be provided.

The training supports the implementation of Education for Sustainable Development (ESD) and demonstrates how ecological interrelationships can be taught in an action-oriented, cross-curricular manner. The aim is to foster pupils’ curiosity, environmental awareness, and creative problem-solving skills.

Learning objectives for the classroom

  • Identify and describe the animals and plants found in and around water bodies.
  • Compare different types of water bodies in terms of their characteristics.
  • Identify environmental problems and develop initial ideas on how to actively contribute to environmental and water protection in everyday school life or through projects.

Target group

Primary school teachers of general studies or natural sciences.

Duration

3–5 hours

Zwei Referentinnen mit Teilnehmenden in Erfurt

 © STIFT

Sekundarschule: System Fließgewässer – mehr als Wasser und Uferkanten

Flüsse und ihre Auen gehören zu den artenreichsten Ökosystemen Deutschlands und Europas. Doch Eingriffe wie Begradigungen und Deichbau haben ihre natürliche Dynamik stark eingeschränkt. Angesichts des Klimawandels gewinnen funktionierende Auen heute wieder an Bedeutung. Ihre Fähigkeit, große Wassermengen aufzunehmen und zeitverzögert wieder abzugeben, macht sie zu einem natürlichen Schutzschild gegen Hochwasser und Dürren. Durch Revitalisierungsmaßnahmen wie die Rückverlegung von Deichen werden diese natürlichen Prozesse wiederhergestellt und zugleich vielfältige Lebensräume geschaffen.

In dieser Fortbildung beschäftigen wir uns mit den Wechselwirkungen innerhalb des Systems Fließgewässer. Anhand konkreter Unterrichtsmaterialien zu einem Fallbeispiel in Deutschland erfahren die Teilnehmenden, wie sich biologische, ökologische, hydrologische und landschaftsplanerische Inhalte in den Biologie- oder Geografieunterricht integrieren lassen. Dabei stehen Kompetenzen im Mittelpunkt, die Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, ökologische Systeme zu verstehen, Umweltfolgen menschlicher Eingriffe zu beurteilen und Lösungsoptionen zu reflektieren.

Lernziele für den Unterricht

  • Komplexe Zusammenhänge im System Fließgewässer herstellen und beschreiben
  • Dynamische Prozesse anhand eines Revitalisierungsprojekts erläutern
  • Ökologische Veränderungen und Gegenmaßnahmen abwägen und beurteilen

Zielgruppe

Lehrkräfte der Fächer Biologie und Geografie (Sekundarstufe I)

Dauer

1,5 bis 5 Stunden

Vortrag von Prof. Dr. Sonja Jähnig zum Thema ansehen >

Eine Referentin erklärt die Ökosystemleistungen eines Fließgewässers

© Adela Lukaczyk

Sekundarschule: Wasserkraft – gut fürs Klima, aber nicht umweltfreundlich

Die Wasserkraft gilt zwar als erneuerbare Energiequelle, verändert jedoch Flüsse und Ökosysteme stark. Zwischen Energiegewinnung und Artenschutz gilt es, verschiedene Optionen sorgfältig abzuwägen.

Flüsse, die sich auf ihrer gesamten Länge frei durch die Landschaft schlängeln und dabei Wasser, Lebewesen, Sedimente und Nährstoffe mitführen, gibt es heute nur noch selten, weder in Deutschland noch anderswo auf der Erde. Weltweit sind mehr als 60 % der über 500 Kilometer langen Flüsse durch Dämme oder Wehre unterbrochen, in Europa zerschneiden weit über eine Million Querbauwerke unsere Fließgewässer. Die Folgen sind gravierend, denn Fließgewässer sind eigentlich dynamische Ökosysteme mit hoher Artenvielfalt. Pflanzen und Tiere sind an die besonderen Bedingungen angepasst – insbesondere Wanderfische wie Störe, Lachse und Forellen. Wasserkraftwerke, können diese Vielfalt gefährden, indem sie die Durchgängigkeit unterbrechen und Lebensräume dauerhaft verändern.

Anhand konkreter Fallbeispiele wird aufgezeigt, welche Umweltrisiken bei der Planung von Wasserkraftanlagen mitgedacht werden müssen. Durch die multiperspektivische Betrachtung im Spannungsfeld zwischen Klimapolitik und Naturschutz können sich die Schüler*innen mit komplexen Entscheidungssituationen auseinandersetzen.

Die Fortbildung eignet sich besonders für den Inhaltsbereich „Lebewesen in ihrer Umwelt“ unter dem Schwerpunkt „Ökosysteme, Biodiversität, Nachhaltigkeit“ (Bildungsstandards im Fach Biologie für den Mittleren Schulabschluss, 2024). Sie verbindet ökologische Fachinhalte mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und bietet zudem Anknüpfungspunkte für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Lernziele für den Unterricht

  • Die ökologischen Grundlagen von Fließgewässern und ihren Lebewesen verstehen.
  • Komplexe Entscheidungssituationen im Spannungsfeld zwischen Klimapolitik und Naturschutz antizipieren.
  • Bei Lernenden die Fähigkeit fördern, menschliche Eingriffe an Gewässern abzuwägen und zu beurteilen.

Zielgruppe

Lehrkräfte der Fächer Biologie und Geografie (Sekundarstufe I)

Dauer

1,5 bis 5 Stunden