Nicht nur das Frühlingserwachen am Müggelsee versetzt das IGB in Freude, sondern auch die positive Evaluierung. | © Angelina Tittmann/IGB
Das IGB untersucht die Struktur und Funktionsweise von Binnengewässern unter besonderer Berücksichtigung ihrer biologischen Vielfalt, ihrer Ökosystemleistungen und ihrer Reaktionen auf den globalen Wandel. Es betreibt hervorragende Infrastrukturen und richtet sich in seinen Transferaktivitäten gezielt an gesellschaftliche Akteure und die interessierte Öffentlichkeit. Damit trägt das Institut zu einem besseren Verständnis von Gewässerökosystemen und zu einem nachhaltigeren Wasser- und Gewässermanagement bei. Dank der positiven Evaluierung kann diese wichtige Arbeit fortgesetzt werden.
Leibniz-Senat empfiehlt weitere Förderung
In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme würdigte der Senat insbesondere die erzielten Forschungsergebnisse, etwa zur Biodiversität oder zu den Einflüssen des Klimawandels, die international große Beachtung fänden. Sehr erfolgreich sei das IGB auch bei der Kommunikation dieser Erkenntnisse an gesellschaftliche Akteure. Vor diesem Hintergrund hat der Leibniz-Senat Bund und Ländern empfohlen, die gemeinsame Förderung fortzusetzen.
Engagement bei Forschungsdaten und neuen Forschungsschwerpunkten
Vor allem strukturelle Anpassungen hätten maßgeblich dazu beigetragen, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit des Instituts zu stärken und zukunftsweisende Forschungsfelder auszubauen. Als vielversprechend hervorgehoben wurden dabei die eingeleiteten Schritte zur Umsetzung des neuen Programmbereichs Prädiktive Ökologie im Anthropozän.
Positiv bewertet wurde zudem das starke Engagement des IGB in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Das Institut leiste hier einen wichtigen Beitrag zur systematischen Erhebung, Vernetzung und Bereitstellung von Umwelt- und Biodiversitätsdaten und stärke somit die datengetriebene Forschung.
Fortschritte in Förderung und Gleichstellung
Der Leibniz-Senat würdigte in seiner Stellungnahme außerdem die vielfältigen Aktivitäten des IGB in der Qualifizierung und Förderung von Nachwuchsforschenden. Anerkennung fanden zudem Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in wissenschaftlichen Führungspositionen. Das IGB wird hier weiterhin ambitionierte Ziele verfolgen.
„Wir freuen uns sehr über die positive Bewertung unserer Arbeit“, sagt Prof. Sonja Jähnig, kommissarische Direktorin des IGB. „Die Anerkennung unserer wissenschaftlichen Leistungen sowie unserer strategischen Entwicklungen bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen unser Forschungsprofil weiter schärfen und dabei konsequent auf Relevanz in Wissenschaft und Gesellschaft setzen.“
Die vollständige Stellungnahme des Senats zum IGB steht als Download zur Verfügung >
Zum Hintergrund der Evaluierung: Jede Leibniz-Einrichtung wird regelmäßig extern evaluiert, spätestens alle sieben Jahre. Ein international besetztes Gutachtergremium beurteilt die Forschungsstrategie und die wissenschaftlichen Leistungen des Instituts anhand schriftlicher Unterlagen und bei einem Evaluierungsbesuch vor Ort und hält die Ergebnisse in einem Evaluierungsbericht fest. Auf dieser Grundlage entscheidet der Senat der Leibniz-Gemeinschaft, ob er Bund und Ländern eine weitere Förderung der Einrichtung empfiehlt.