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Nadja Neumann

Stephanie Spahr erhält Preis der Wasserchemischen Gesellschaft

Dr. Stephanie Spahr, Forschungsgruppenleiterin am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, wurde mit dem Preis der Wasserchemischen Gesellschaft ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte im Rahmen der Jahrestagung „Wasser 2026" in Kiel, die das 100-jährige Bestehen der Gesellschaft feierte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis, der von der Walter-Kölle-Stiftung gefördert wird, würdigt ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Wasserchemie.

Dr. Spahr bei der Preisverleihung durch Prof. Thomas Ternes, Vorstandsvorsitzender der Wasserchemischen Gesellschaft. | Foto: Nina Hermes

Dr. Stephanie Spahr leitet am IGB die Forschungsgruppe „Organische Schadstoffe”. Sie erhält den Preis für ihre umfassenden Arbeiten zur chemischen Belastung urbaner Gewässer und zur Aufbereitung von Regenwasser als Wasserressource.

Im Zentrum ihrer Forschung steht der Verbleib organischer Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände, Biozide und Flammschutzmittel in Gewässern und im städtischen Wasserkreislauf. Ein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Bewertung technischer und naturnaher Systeme zur Entfernung von Schadstoffen in der Wasseraufbereitung. So erforscht sie beispielsweise, welche persistenten, mobilen und potentiell toxischen Substanzen in verschmutzten Regenwasserabflüssen vorkommen und wie sich diese mit Biokohle-Filtern aus dem Wasser entfernen lassen. Darüber hinaus untersucht sie oxidative Verfahren zur Schadstoffeliminierung. Ihre Arbeiten zeigen, wie entscheidend ein detailliertes Verständnis der komplexen Prozesse bei der Schadstoffentfernung mit Biokohle und Peroxodisulfat ist, um die Behandlung von Regenwasserabflüssen gezielt zu optimieren. Dies hat auch die Jury beeindruckt, wie sie in ihrer Laudatio hervorhebt.

Mit dem Preis wird auch ihr außerordentliches Engagement für die Wasserchemische Gesellschaft gewürdigt. Stephanie Spahr ist seit 2024 Mitglied des Vorstands, leitet den Fachausschuss „Oxidative Prozesse” und bereichert die jährlichen “Wasser”-Tagungen mit Vorträgen, Postern sowie durch die Organisation des Science Slams.

„Der Preis der Wasserchemischen Gesellschaft ist für mich eine große Ehre. Mein herzlicher Dank gilt dem Preiskomitee, den Vorstandsmitgliedern und der Walter-Kölle-Stiftung für diese besondere Würdigung meiner wissenschaftlichen Arbeit”, sagt Stephanie Spahr. “Gewässerschutz, Wasseraufbereitung und Wasserversorgung stehen weltweit vor großen Herausforderungen. Immer komplexere Schadstoffgemische sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität erfordern innovative, nachhaltige Lösungen. Die Wasserchemische Gesellschaft bietet hierfür eine bedeutende Plattform, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis fördert. Insbesondere für Nachwuchswissenschaftler*innen ist sie weit mehr als ein fachliches Netzwerk: Sie schafft einen Raum, in dem Ideen und interdisziplinäre Kollaborationen wachsen und gemeinsam zukunftsweisende Lösungen entstehen zum Schutz unserer Ressource Wasser.”

Über die Wasserchemische Gesellschaft:

Die Wasserchemische Gesellschaft ist eine Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und wurde 1926 gegründet. Mit rund 850 Mitgliedern setzt sie sich für den wirksamen Schutz, die sinnvolle Nutzung, die zweckmäßige Aufbereitung und die sachgemäße Untersuchung und Beurteilung von Wasser ein. Die Gesellschaft fördert den wissenschaftlichen Austausch und die Weiterbildung im Bereich der Wasserchemie. 

Wir gratulieren Stephanie sehr herzlich zu dieser Ehrung!

Interview mit Stephanie Spahr über ihre Arbeit lesen >

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