Beziehungen zwischen Individuengröße und Abundanz in aquatischen Gemeinschaften in Abhängigkeit von der Stärke der Räuber-Beute-Interaktionen und externer Ressourcensubvention

Größen-Abundanz-Beziehungen ökologischer Gemeinschaften können die Stärke von Ökosystem-Prozessen und Dienstleistungen widerspiegeln. Obwohl die theoretischen Grundlagen dafür weit entwickelt sind, gibt es überraschend wenig empirische Daten, um Vorhersagen dieser Theorien zu überprüfen. Um genügend statistische Aussagekraft zu erhalten, sind Größen-Abundanz-Daten von einer Vielzahl von Ökosystemen notwendig. Wir nutzen daher bereits vorhandene Daten eines EU-Monitoring-Programms (EU-Wasserrahmenrichtlinie) und von langjährigen Forschungsprogrammen zu Fischen und ihrer Beute in Seen, um den Zusammenhang zwischen Größen-Abundanz-Beziehungen und der Stärke von Prädation (top-down Prozess) und Ressourcenverfügbarkeit (bottom-up Prozess) in Seen zu testen. Bevor empirische Daten aber mit theoretischen Vorhersagen verglichen werden können, müssen zuerst verlässliche und statistisch begründete Verfahren entwickelt werden, die Größen-Abundanz-Beziehungen aus den Monitoring-Daten zu generieren. Dazu werden eine Reihe von Anpassungsverfahren verglichen, und Größen-Abundanz-Beziehungen aus Fängen verschiedener Fischereigeräte systematisch untersucht. Die am Ende überlegene Methode wird dann eingesetzt, um zu testen, ob der Exponent der Größen-Abundanz-Beziehung sich systematisch, wie theoretisch vorhergesagt, in Bezug auf die Stärke von Prädation oder Ressourcenverfügbarkeit in Seen ändert.

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.07.2017
30.06.2019
Abteilung(en)
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
Projektteam am IGB
Doktorandin
Themenbereiche
Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Me 1686/7-1

Projektpartner

Prof. Dr. Sandra Brucet, Central University of Catalunya Vic (Spain) & ICREA

Ansprechpartner

Thomas Mehner

Stellvertretender Direktor a. i.
Arbeitsgruppe
Nahrungsnetze und Fischgemeinschaften

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