Fachplanerische Bewertung der Mortalität von Fischen an Wasserkraftanlagen

Wasserkraftanlage Las Rives am Ariège (Frankreich). Im Bild der 26° geneigte, vertikale Feinrechen mit 20 mm Stababstand und den drei an der Oberfläche angeordneten Bypass-Öffnungen zur Gewährleistung der schadlosen Abwanderung von Fischen, insbesondere von Lachssmolts.

Das Projekt umfasste sechs Arbeitspakete (AP). AP 1: Erarbeitung des Mortalitäts-Gefährdungs-Index für alle im Süßwasser vorkommenden, heimischen Fisch- und Neunaugenarten nach der Methodik von BERNOTAT & DIERSCHKE (2016). AP 2: Einschätzung des artspezifischen Tötungsrisikos aller im Süßwasser vorkommenden, heimischen Fisch- und Neunaugenarten an Wasserkraftanlagen. AP 3: Darlegung der verschiedenen projekt- und raumbezogenen Parameter zur Bestimmung des konstellationsspezifischen Tötungsrisikos eines Vorhabens im konkreten Einzelfall. AP 4: Zusammenstellung und Bewertung der verschiedenen Technologien und Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung von Mortalität und Barrierewirkungen einschließlich entsprechender Best-Practice-Beispiele. AP 5: Entwicklung konkreter methodischer Hinweise zur Bewertung von Mortalität und Barrierewirkungen an Wasserkraftanlagen im Zusammenhang mit Natura 2000-Gebieten (FFH-VP und Verschlechterungsverbot), artenschutzrechtlichen Prüfungen (insbesondere hinsichtlich eines signifikant erhöhten Tötungsrisikos) und den rechtlichen Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes bzw. der Wasserrahmenrichtlinie. AP 6: Beispielhafte Anwendung und Konkretisierung der entwickelten methodischen Ansätze an Fallbeispielen mit unterschiedlichen Konstellationen.

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.06.2015
31.05.2017
Abteilung(en)
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
(Abt. 5) Ökophysiologie und Aquakultur
Programmbereich
(PB 3) Interaktion Mensch-Gewässerökosystem
Projektteam am IGB
Themenbereiche
Finanzierung

Das Vorhaben wurde vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert.

Ansprechpartner

Christian Wolter

Programmbereichssprecher
Arbeitsgruppe
Fließgewässerrevitalisierung

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