Seelabor

Infrastrukturen und Forschungsstationen

Das Seelabor im Stechlinsee (Rheinsberger Seengebiet im nördlichen Brandenburg) ist eine weltweit einzigartige Versuchsanlage. Hier erforschen wir, wie sich der Klimawandel auf die aquatischen Lebewesen und ihre Wechselbeziehungen sowie auf die ökologischen Vorgänge in Seen auswirkt. Das Seelabor besteht aus 24 Versuchszylindern, die getrennte Seebecken von jeweils neun Metern Durchmesser und zwanzig Metern Tiefe einschließen. Die Zylinder reichen von der Wasseroberfläche bis zum Seegrund. Automatisch betriebene Messinstrumente in den Versuchszylindern erfassen kontinuierlich wichtige Wasserwerte in verschiedenen Tiefen. 

Mit der 2012 errichteten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Anlage betritt das IGB technisches und wissenschaftliches Neuland: Möglichst realitätsnah sollen die ökologischen Großexperimente sein, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hier durchführen. Dabei kommen ihnen die ungewöhnlich große Dimensionierung der Versuchsanlage ebenso zugute wie die Langzeitdatenreihen, die für den Stechlinsee zur Verfügung stehen. Mit dem Seelabor ist es erstmals möglich, Wirkungszusammenhänge zwischen Klimaveränderungen und ihren Auswirkungen in Seen in relevantem Maßstab nachzuweisen. Angesichts der sich rasch ändernden Umweltbedingungen werden diese Informationen für das künftige Management des Stechlinsees, im Gewässerschutz generell und in der Umweltpolitik dringend benötigt.

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