Verhaltensbiologie & Schwarmintelligenz

Fischschwärme vollbringen oft Leistungen, die dem einzelnen Tier nicht möglich sind. Im Schwarm finden seine Mitglieder einfacher Nahrung, erkennen Feinde schneller oder können sich erfolgreicher fortpflanzen. Auch beim Menschen fallen kollektiv getroffene Entscheidungen oft besser aus als Entscheidungen von Einzelkämpfern. Soziale Netzwerke und kollektive Entscheidungsprozesse sind deshalb nicht nur für die Ökologie, sondern auch für das Entscheidungsmanagement in Politik, Medizin oder Wirtschaft interessant. In diesen Systemen spielen Prinzipien wie Wettbewerb, Organisation, Kooperation und Ressourcenmanagement eine bedeutende Rolle. Am IGB erforschen wir deshalb, wie sich Entscheidungsprozesse verbessern lassen. Aus dem Schwarmverhalten von Fischen leiten wir beispielsweise Modelle für die Dynamik und Organisation von Menschengruppen ab.

Mitteilungen zum Thema

Blitzlicht

Mittelmäßige Liebhaber bevorzugt

Viel Sex ist nicht immer von Vorteil. Gesundheitsschädliche Risiken: weniger Zeit zum Fressen, Gefressenwerden von Raubfischen, etc. pp.

Projekte zum Thema

Robofish

Ich werde die soziale Reaktionsfähigkeit eines interaktiven biomimetischen Roboters („Robofish“) variieren und das Folgeverhalten von lebenden Guppys quantifizieren.Mein Ansatz soll empirische Daten liefern um aktuelle theoretische Modelle zukollektivem Verhalten und insbesondere Führungsverhalten bei Tieren zu beurteilen  
Ansprechpartner
David Bierbach
Abteilung(en)
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
Beginn
05/2016
Ende
05/2019
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