A meta-analysis of how parasites affect host consumption rates
In dieser Meta-Analyse wurde untersucht, wie Parasiten die Konsumtionsrate ihrer Wirte beeinflussen. Es ist die bisher umfassendste Studie dieser Art, welche zudem Aufschluss darüber gibt, welche Faktoren zu den beobachteten Unterschieden beitragen.
Synoptic water isotope surveys to understand the hydrology of large intensively managed catchments
Mithilfe saisonaler, großflächiger synoptischer Probenahmen von stabilen Wasserisotopen und Tritium entlang der Spree konnten Wasserkreislauf, -speicherung und -verluste bewertet werden. Die Spree ist stark reguliert durch diverse Faktoren und aufgrund hoher Evapotranspirationsverluste empfindlich gegenüber Trockenheit. Solches Wissen ist wichtig, um Wasserbewirtschaftungsstrategien anzupassen.
Socio-economic or environmental benefits from pondscapes? Deriving stakeholder preferences using analytic hierarchy process and compositional data analysis
Unter Verwendung des analytischen Hierarchieprozesses zeigt diese Studie, dass die Interessengruppen in den europäischen und türkischen Demosites im Allgemeinen die ökologischen Vorteile den wirtschaftlichen Vorteilen vorziehen, während die Interessengruppen in den Demosites in Uruguay die wirtschaftlichen Vorteile höher bewerten.
Quantifying changes and trends of NO3 concentrations and concentration-discharge relationships in a complex, heavily managed, drought-sensitive river system
Entlang der Spree wurden die Nitrat-Stickstoff-Konz. und der Konzentrations-Abfluss untersucht, wobei eine erhebliche Heterogenität beider Variablen festgestellt wurde. Die flussaufwärts gelegenen Abschnitte und die Wintersaison wiesen die stärkste Verschmutzung auf. Konzentrationen und Relationen werden wahrscheinlich auch stark auf künftige Dürreperioden reagieren.
Massive expansion of sex-specific SNPs, transposon-related elements, and neocentromere formation shape the young W-chromosome from the mosquitofish Gambusia affinis
Der Moskito-Fisch Gambusia affinis bedroht Süßwasser-Ökosysteme, ist aber auch Modell der Geschlechtschromosomen-Evolution. Zyto-/Genomik zeigt, dass ein Neozentromer einen Teil des evolutionär jungen weiblichen Geschlechtschromosoms (W), funktionell abschirmt, der sich durch Expansion transkribierter Transposons aktiv differenziert, aber keine größeren Sequenzunterschiede oder Genverfall zeigt.
Particle-associated organic contaminant and cytotoxicity transport in a river during storm events
Diese Studie untersuchte Mobilisierung u. Transport von partikelassoziierten organischen Schadstoffen u. deren Zytotoxizität in einem Fluss während Regen. Die in zellbasierten Bioassays ermittelte Zytotoxizität korrelierte linear mit der Gesamtkonzentration an Schwebstoffen, was zeigt, dass partikelassoziierte Schadstoffgemische die Wasserqualität von Flüssen bei Regen stark beeinflussen können.
Moving Bedforms Control CO2 Production and Distribution in Sandy River Sediments
Die Studie untersuchte den Einfluss der Fließgeschwindigkeit des Oberflächenwassers u. der resultierenden Bettformbewegung auf die CO2-Produktion in Flussbetten. Modernste Bildgebungsverfahren zeigen die CO2-Verteilung im Flussbett, eine zunehmende CO2-Produktion im oberen Sediment u. einen abnehmenden hydrologischen Austausch mit tieferen Sedimentschichten bei ansteigenden Fließgeschwindigkeiten.
Habitability of Polygonal Soils in the Hyper-Arid Atacama Desert After a Simulated Rain Experiment
Die Trockenheit in der Atacama-Wüste führte zu Netzen aus Sandkeilen und salzreichen Polygonen als potenzielle mikrobielle Lebensräume. Mineralzusammensetzung, pH-Wert, elektrische u. thermische Leitfähigkeit, Wasseraktivität u. -gehalt wurden auf ihre Relevanz für die Bewohnbarkeit untersucht. Die Studie unterstreicht die Bedeutung salzreicher Polygone für mikrobielles Überleben im Extrem.
A synthesis of biological invasion hypotheses associated with the introduction–naturalisation–invasion continuum
Empirische Studien zeigen unterschiedliche Auswirkungen von invasiven Arten, was die Erstellung einer einheitlichen Theorie erschwert. Die Autor*innen schlagen eine Synthese vor, die Hypothesen entlang einer Zeitachse der Invasion kategorisiert. Für jede Fallstudie bietet dieser Rahmen einen Leitfaden zur Auswahl der geeigneten Konzepte je nach Stadium der Invasion.
Oxygen depletion and sediment respiration in ice-covered arctic lakes
Die Autor*innen untersuchten den Sauerstoffhaushalt von 4 arktischen Seen anhand von Hochfrequenzdaten und bestimmten in Inkubationsexperimenten den Stoffwechsel der Sedimente. Die volumengemittelte Sauerstoffverarmung in situ war unabhängig von Wassertemp. u. Dauer der Eisbedeckung. Die Modellierung der Sauerstoffdynamik unter Eis muss optische, biologische u. Transportprozesse berücksichtigen.