Auen sind nicht nur wichtige Lebensräume, sondern tragen auch dazu bei, die Effekte des Klimawandels abzumildern. | Foto: Dominik Zak
Flussauen und Küstenfeuchtgebiete spielen eine zentrale Rolle für den natürlichen Klimaschutz und erbringen wichtige Ökosystemleistungen. Dazu zählen etwa Beiträge zu Kohlenstoffspeicherung, Wasserrückhalt, Hochwasserschutz, Nährstoffrückhalt, Naherholung und Naturtourismus. Zugleich gehören sie zu den vom Klimawandel am stärksten bedrohten Ökosystemen. Derzeit befinden sich nur 12 Prozent der Fluss- und Küstenfeuchtgebiete der Europäischen Union (EU) in einem guten Erhaltungszustand. Um dem großflächigen Verlust dieser wertvollen Ökosysteme in den kommenden Jahrzehnten entgegenzuwirken, muss heute entschieden gehandelt werden.
Der im Fachjournal Nature Conservation erschienene Sonderband liefert dafür eine fundierte Grundlage. Er bündelt aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft, Politik und Umsetzungspraxis zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten. Neben Fallstudien von europäischen Erfolgsbeispielen stellt der Sonderband auch die EU-Wiederherstellungsverordnung als entscheidendes Instrument heraus, um Flussauen großflächig wiederherzustellen – mit zahlreichen Vorteilen für Mensch und Natur.
Der Sonderband wurde im Rahmen des Projekts BioClim-Wetlands entwickelt und vom BfN mit Mitteln des BMUKN gefördert.