Ein im Projekt markierter Boddenhecht wird zurückgesetzt. | Foto: Philipp Czapla
Von 2019 bis 2023 wurde im „Boddenhecht“-Projekt intensiv an den Bodden geforscht. Die Ergebnisse wurden in einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe, in der alle Interessengruppen aus Nutzung und Schutz beteiligt waren, gemeinsam diskutiert und abgewogen. Resultat waren 35 Empfehlungen für das Management, bei denen Konsens hergestellt werden konnte. Einige davon wurden nun in der Novellierung der Verordnung direkt umgesetzt, unter anderem das so genannte „Entnahmefenster“ für Angel- und Reusenfischerei sowie eine obere Maschenweite für Stellnetzfischerei. Diese Maßnahmen sollen die übermäßige Entnahme großer Hechte reduzieren, die besonders wichtig für den Bestand und seine Fortpflanzung sind.
„Solche transdisziplinären Forschungsansätze, bei denen Interessengruppen frühzeitig eingebunden werden, sind aufwändig – aber lohnenswert! Wertvolles Praxiswissen fließt in die Forschung ein. Partizipation und gemeinsamer Austausch können zu deutlich mehr Konsens und Akzeptanz für die resultierenden Maßnahmen bei Schutz und Nutzung von Ökosystemen führen“, erklärt Projektleiter Prof. Robert Arlinghaus, Leiter der IGB-Forschungsgruppe Integratives Angelfischereimanagement.
Pressemitteilung des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern >