Schadstoffe & Belastungen

Gewässer werden von Menschen intensiv genutzt und sind deswegen verschiedenen Belastungen ausgesetzt. Wir erforschen die komplexen Zusammenhänge und Wirkungen der unterschiedlichen Stressoren: Wie gelangen Nähr- und Schadstoffe in unsere Oberflächengewässer, welche Faktoren sind dabei zentral, und wo sind Flüsse und Seen in einem besonders schlechten Zustand? Nährstoffeinträge von Stickstoff und Phosphat können beispielsweise die Wasserqualität beeinträchtigen und zu Algenblüten führen. Pharmaka und Biozide werden in Kläranlagen häufig nicht vollständig abgebaut, gelangen so in Flüsse und Seen und können den Hormonstoffwechsel von Fischen und Amphibien beeinträchtigen. Als Folge des Bergbaus können Kali und Sulfat die angrenzenden Gewässer belasten. Landnutzungswandel, Urbanisierung, Gewässerverbauung und die zunehmende künstliche Beleuchtung bei Nacht (Lichtverschmutzung) erhöhen den Druck auf unsere Binnengewässer zusätzlich. Bei unserer Forschung erkennen wir die menschliche Nutzung als wichtigen Teil der Wirklichkeit an – nur so lassen sich zukunftsfähige Lösungen entwickeln.

Mitteilungen zum Thema

Blitzlicht

Die Besten der Besten im Jahr 2016

Ein IGB-Beitrag wurde von der renommierten Zeitschrift  Environmental Science and Technology (ES&T) als einer der vier besten veröffentlichten Artikel des Jahres 2016 ausgezeichnet.
Blitzlicht

Licht aus zur Earth Hour

Am Samstag schalten rund um den Globus Millionen von Menschen zur Earth Hour für eine Stunde das Licht aus. "Verlust der Nacht" hat Ideen gesammelt, wie sich die Stunde nutzen lässt.

Projekte zum Thema

Steuergrößen der Freisetzung gelöster organischer Substanz,

Hauptziel des Projekts ist die Identifizierung von Faktoren, die maßgeblich die Höhe der Freisetzung gelöster organischer Substanz und die daran geknüpfte Methanbildung in diesen neuartigen Ökosystemen kontrollieren. Mit dieser Arbeit wird ein signifikanter Beitrag zum Verständnis der Stoffdynamik und damit zur Langzeitentwicklung wiedervernässter Moore erwartet.
Ansprechpartner
Hendrik Reuter
Dominik Zak
Abteilung(en)
(Abt. 6) Chemische Analytik und Biogeochemie
Beginn
04/2014
Ende
08/2017
Themenbereiche

MARS

Unsere Gewässer und ihre Ökosysteme haben mit vielfältigen Belastungen, Wasserknappheit, Stauung, Begradigung oder Sediment- und Nährstoffeinträgen zu kämpfen. Das Projekt MARS untersucht, wie sich die Kombination dieser Stressoren  auf die aquatischen Ökosysteme und ihre Umweltfunktionen auswirken.
Ansprechpartner
Markus Venohr
Abteilung(en)
(Abt. 1) Ökohydrologie
(Abt. 3) Experimentelle Limnologie
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
Beginn
03/2014
Ende
02/2018
Themenbereiche

Wirt-Parasit-Interaktionen hybridisierender Daphnien

Durch globale Erwärmung beschleunigte Eutrophierung stellt ein weltweites ökologisches Problem dar, das die Stabilität aquatischer Ökosysteme auch langfristig beeinflusst. Wir untersuchen, ob und wie Eutrophierung sich auf zwei interagierende evolutionäre Prozesse auswirkt: Verbreitung von Krankheiten und interspezifische Hybridisierung.
Ansprechpartner
Justyna Wolinska
Abteilung(en)
(Abt. 2) Ökosystemforschung
Beginn
01/2017
Ende
12/2019
Themenbereiche

Downloads zum Thema

Ist es hell, oder schon zu grell?

Tipps für die Gestaltung von Außenbeleuchtungen, zur Schonung der Umwelt, der allgemeinen Gesundheit und zur Einsparung von Steuergeldern.

Naturschutz nach Sonnenuntergang

Empfehlungen speziell für die Beleuchtung von Schutzgebieten.

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