(Abt. 3) Experimentelle Limnologie

Schwerpunkt der Untersuchungen der Abteilung Experimentelle Limnologie am Ufer des Stechlinsees nördlich von Berlin sind die Folgen des globalen Umweltwandels auf Gewässer. Im Zentrum stehen dabei Auswirkungen auf die Stoffumsätze und die Biodiversität des Seenplanktons. Neben Bakterien im Wasser, in Sedimenten und auf Organismen untersuchen wir Phytoplankton, Zooplankton, Pilze, Viren und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen Organismen. Zentral für die Forschung der Abteilung sind Freilandexperimente im IGB-Seelabor, einer einzigartigen, im Stechlinsee schwimmenden Forschungsplattform. Diese Experimente ergänzen wir durch Freilandbeobachtungen, Laborversuche, theoretische Modelle und die Analyse von Langzeitdaten. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden Konzepte und Methoden für ein nachhaltiges Gewässermanagement von Seeökosystemen entwickelt.

Ansprechpartner

Mark Gessner

Abteilungsleiter*in
Forschungsgruppe
Ökosystemprozesse

Forschungsgruppen

Mark Gessner
Jens Christian Nejstgaard

Abteilungsmitglieder

Ausgewählte Publikationen

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November 2020
Microbial Ecology. - 80(2020)1, S. 243–247

Long-Read Amplicon Sequencing of Nitric Oxide Dismutase (nod) Genes Reveal Diverse Oxygenic Denitrifiers in Agricultural Soils and Lake Sediments

Baoli Zhu; Zhe Wang; Dheeraj Kanaparthi; Susanne Kublik; Tida Ge; Peter Casper; Michael Schloter & Tillmann Lueders

Diese Studie zeigt, dass die auf nod-Gene ausgerichtete Long-Read Sequenzierung ein geeignetes Instrument ist, um die Ökologie oxygener denitrifizierender Bakterien zu erforschen. Sie zeigt auch, dass diese neuartigen Mikroben in verschiedenen terrestrischen Proben weit verbreitet sind, wo sie eine wichtige, aber bisher übersehene Rolle im Stickstoffhaushalt spielen könnten.

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September 2020
Hydrology and Earth System Sciences. - 24(2020)7, S. 3871-3880

A fast-response automated gas equilibrator (FaRAGE) for continuous in situ measurement of CH4 and CO2 dissolved in water

Shangbin Xiao; Liu Liu; Wei Wang; Andreas Lorke; Jason Woodhouse; and Hans-Peter Grossart

Um Bildung und Abgabe von Methan und Kohlenstoffdioxid in Gewässern zu verstehen, müssen ihre Konzentrationen mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung gemessen werden. Zur kontinuierlichen in-situ-Messung von in Wasser gelöstem CH4 und CO2 entwickelten Forschende des IGB einen Fast-Response Automated Gas Equilibrator (FaRAGE).

Nature Communications
Mai 2020
Nature Communications. - 11(2020)art. 2126

Global CO2 emissions from dry inland waters share common drivers across ecosystems

P. S. Keller; N. Catalán; D. von Schiller; H.-P. Grossart; M. Koschorreck; B. Obrador; M. A. Frassl; N. Karakaya; N. Barros; J. A. Howitt; C. Mendoza-Lera; A. Pastor; G. Flaim; R. Aben; T. Riis; M. I. Arce; G. Onandia; J. R. Paranaíba; A. Linkhorst; R. del Campo; A. M. Amado; S. Cauvy-Fraunie; S. Brothers; J. Condon ... R. Marce

In Hochrechnungen zum Kohlendioxidausstoß von Land- und Wasserflächen werden zeitweise trockenfallende Bereiche von Gewässern in der Regel nicht einbezogen. Die tatsächlichen Emissionen von Binnengewässern werden dadurch deutlich unterschätzt.

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