(Abt. 3) Plankton- und Mikrobielle Ökologie

Schwerpunkt der Untersuchungen der Abteilung Plankton- und Mikrobielle Ökologie am Ufer des Stechlinsees sind die Folgen des globalen Umweltwandels auf Gewässer. Im Zentrum stehen dabei Auswirkungen auf die Biodiversität und Stoffumsätze von Planktongemeinschaften in Seen. Das schließt Untersuchungen über die Dynamik, die Aktivität und die vielfältigen Wechselwirkungen von Bakterien, Phytoplankton, Zooplankton und Pilzen ein. Ein besonderes Merkmal der Forschung in der Abteilung sind Freilandexperimente im Seelabor des IGB, einer einzigartigen, im Stechlinsee schwimmenden Forschungsplattform. Diese Großexperimente werden durch Analysen von Langzeitdaten aus Freilandbeobachtungen, Laborversuche und die Entwicklung von Modelle und neuen Methoden der Plantonanalyse ergänzt. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen entwickeln wir Konzepte und Methoden für den Schutz und eine nachhaltige Bewirtschaftung von Gewässerökosystemen angesichts des fortschreitenden Umweltwandels.

Ansprechpersonen

Mark Gessner

Abteilungsleiter*in
Forschungsgruppe
Ökosystemprozesse

Forschungsgruppen

Stella A. Berger
Mark Gessner
Jens Christian Nejstgaard
Sabine Wollrab

Abteilungsmitglieder

Ausgewählte Publikationen

November 2022
Global Biogeochemical Cycles. - 36(2022)3

Global patterns and controls of nutrient immobilization on decomposing cellulose in riverine ecosystems

David M. Costello ; Scott D. Tiegs ; Luz Boyero ; Cristina Canhoto ; Krista A. Capps ; Michael Danger ; Paul C. Frost ; Mark O. Gessner ; Natalie A. Griffiths ; Halvor M. Halvorson ; Kevin A. Kuehn ; Amy M. Marcarelli ; Todd V. Royer ; Devan M. Mathie ; Ricardo J. Albariño ; Clay P. Arango ; Jukka Aroviita ; Colden V. Baxter ; Brent J. Bellinger ; Andreas Bruder ; Francis J. Burdon ; Marcos Callisto ; Antonio Camacho ; Fanny Colas ; Julien Cornut ; Verónica Crespo-Pérez ; Wyatt F. Cross ; Alison M. Derry ; Michael M. Douglas ; Arturo Elosegi ; Elvira de Eyto ; Verónica Ferreira ; Carmen Ferriol ; Tadeusz Fleituch ; Jennifer J. Follstad Shah ; André Frainer ; Erica A. Garcia ; Liliana García ; Pavel E. García ; Darren P. Giling ; R. Karina Gonzales-Pomar ; Manuel A.S. Graça ; Hans-Peter Grossart ; François Guérold ; Luiz U. Hepp ; Scott N. Higgins ; Takuo Hishi ; Carlos Iñiguez-Armijos ; Tomoya Iwata ; Andrea E. Kirkwood ; Aaron A. Koning ; Sarian Kosten ; Hjalmar Laudon ; Peter R. Leavitt ; Aurea L. Lemes da Silva ; Shawn J. Leroux ; Carri J. LeRoy ; Peter J. Lisi ; Frank O. Masese ; Peter B. McIntyre ; Brendan G. McKie ; Adriana O. Medeiros ; Marko Miliša ; Yo Miyake ; Robert J. Mooney ; Timo Muotka ; Jorge Nimptsch ; Riku Paavola ; Isabel Pardo ; Ivan Y. Parnikoza ; Christopher J. Patrick ; Edwin T.H.M. Peeters ; Jesus Pozo ; Brian Reid ; John S. Richardson ; José Rincón ; Geta Risnoveanu ; Christopher T. Robinson ; Anna C. Santamans ; Gelas M. Simiyu ; Agnija Skuja ; Jerzy Smykla ; Ryan A. Sponseller ; Franco Teixeira-de Mello ; Sirje Vilbaste ; Verónica D. Villanueva ; Jackson R. Webster ; Stefan Woelfl ; Marguerite A. Xenopoulos ; Adam G. Yates ; Catherine M. Yule ; Yixin Zhang ; Jacob A. Zwart

Das Forschungsteam verwendete ein standardisiertes, nährstoffarmes Substrat aus organischen Stoffen (Baumwollstreifen), um die Nährstofffixierung an 100  Fluss- und Ufersystemen zu quantifizieren, die 11 Biome weltweit repräsentieren. Die Fixierungsraten variierten um drei Größenordnungen, waren in Flüssen größer als in Uferzonen und standen in enger Beziehung zu den Zersetzungsraten.

November 2022
Environmental Microbiology. - 24(2022)11, 5051 - 5065

Perchlorate-specific proteomic stress responses of Debaryomyces hansenii could enable microbial survival in Martian brines

Jacob Heinz ; Joerg Doellinger ; Deborah Maus ; Andy Schneider ; Peter Lasch ; Hans-Peter Grossart ; Dirk Schulze-Makuch

Noch wurde auf dem Mars kein Leben nachgewiesen, doch es ist spannend zu erforschen, unter welchen Umständen es möglich wäre. Die Autor*innen haben die zellulären Prozesse untersucht, welche die Anpassung von Mikroorganismen an Perchlorate regulieren. Könnten Mikroorganismen ihre Stressreaktion auf dieses Salz genetisch anpassen, wäre ihr Überleben auf dem roten Planeten möglich.

November 2022
Nature Communications. - 13(2022), Art. 4974

Towards critical white ice conditions in lakes under global warming

Gesa A. Weyhenmeyer ... Hans-Peter Grossart ...

Die Qualität des Seeeises ist von größter Bedeutung für die Eissicherheit und die Ökologie eines Sees unter Eis. Die Forschenden haben 2020/2021 in einem der wärmsten Winter seit 1880 in der gesamten nördlichen Hemisphäre eine koordinierte Probenahmekampagne zur Qualität des Seeeises durchgeführt und konnten zeigen, dass das Seeeis in diesem Zeitraum vor allem aus instabilem weißem Eis bestand. 

November 2022
Limnology and Oceanography Letters. - XX(20XX)XX, XX

Environmental variability in aquatic ecosystems: avenues for future multifactorial experiments

Miriam Gerhard ... Stella A. Berger ... Jens C. Nejstgaard ...

Variabilität ist allen Ökosystemen inhärent. Die Folgen von Veränderungen bestehender Variabilitätsmuster von Umweltfaktoren, die durch den globalen Wandel erwartet werden, sind nach wie vor unklar. Die Autor*innen identifizierten Unstimmigkeiten, Herausforderungen u. Wissenslücken, um zu zu einer Forschungsagenda über die Auswirkungen von Variabilität in aquatischen Systemen beizutragen.

Juni 2022
Frontiers in Microbiology. - 13(2022), Art. 805694

Antarctic glacial meltwater impacts the diversity of fungal parasites associated with benthic diatoms in shallow coastal zones

Doris Ilicic; Jason Woodhouse; Ulf Karsten; Jonas Zimmermann; Thomas Wichard; Maria Liliana Quartino; Gabriela Laura Campana; Alexandra Livenets; Silke Van den Wyngaert; Hans-Peter Grossart

Erste Studie zur Pilzvielfalt in benthischen Habitaten der Antarktis entlang eines Salzgradienten, um das Vorkommen von Pilzparasiten mit ihren benthischen Algenwirten zu bestimmen. Ascomycota und Chytridiomycota sind die häufigsten Pilztaxa. Der Salzgehalt beeinflusst die Zusammensetzung der Pilz- u. der gesamten eukaryotischen Gemeinschaft. Die Pilzvielfalt nimmt mit abnehmendem Salzgehalt zu.

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