- Abteilung:(Abt. 4) Biologie der Fische, Fischerei und Aquakultur
Freshwater megafauna shape ecosystems and facilitate restoration
Süßwasser-Megafauna-Arten können wesentliche ökologische Prozesse wie Störungen, trophische Kaskaden und die Ausbreitung von Arten wiederbeleben, die Biodiversität fördern und Ökosystemleistungen verbessern.
Recreational killing of wild animals can foster environmental stewardship
Die Autor*innen erweitern in dem Perspektivenartikel die Kontroverse „Freizeitnutzung von Wildtieren“ um eine neue Sichtweise: Durch eine emotional intensive Interaktion zwischen Jäger*in / Angler*in u. dem Wildtier könne ein Verantwortungsbewusstsein, ein „Environmental Stewardship“, entstehen. Und das wiederum könne ein Anreiz sein, sich ein Leben lang für Umwelt- und Tierschutz zu engagieren.
Fish habitat models for a future of novel riverscapes
Unter Einbeziehung des Konzepts neuartiger Flusslandschaften skizzieren die Autor*innen 3 vorrangig datengestützte Ansätze: Fischbewegungen, Flussverhalten und Treiber für Neuartigkeit, die alle in einen skalenbasierten Rahmen integriert werden, um die Entwicklung neuer Modelle zu fördern.
The global extent and severity of operational interactions between conflicting pinnipeds and fisheries
Der Naturschutz hat dazu geführt, dass sich die Bestände von Robben weltweit wieder erholen. Diese positive Entwicklung führt jedoch zu Konflikten mit der Fischerei, insbesondere der Kleinfischerei. Diese gerät global gesehen fast dreimal so häufig in Konflikt mit Seehunden, Kegelrobben, Seelöwen und Walrossen und verlieren dabei viermal so viel Fang wie größere Fischereien.

Mixtures of organic micropollutants exacerbated in vitro neurotoxicity of prymnesins and contributed to aquatic toxicity during a toxic algal bloom
In dieser Studie wurde untersucht, wie organische Mikroverunreinigungen und die Algentoxine Prymnesine als Mischungen in Wasserextrakten aus der Oder interagieren, und zwar anhand neurotoxischer Wirkungen auf menschliche Nervenzellen in vitro. Prymnesine dominieren die neurotoxische Wirkung, aber viele der nachgewiesenen organischen Mikroverunreinigungen verstärken deren tödliche Wirkung.
The haplotype-resolved Prymnesium parvum (type B) microalga genome reveals the genetic basis of its fish-killing toxins
Die Forschenden haben das Erbgut der Mikroalge sequenziert. Dabei konnten sie die Gensequenzen ausmachen, die für die Giftbildung verantwortlich sind. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Frühwarnsystem.
A candidate sex determination locus in amphibians which evolved by structural variation between X- and Y-chromosomes
Die Autor*innen haben einen Genort für die Geschlechtsbestimmung bei Wechselkröten identifiziert. Dies ist erst der zweite bekannte genetische Mechanismus für die Geschlechtsdifferenzierung bei Amphibien.

Inland navigation and land use interact to impact European freshwater biodiversity
Anhand umfangreicher Langzeitdaten zeigen die Autor*innen, dass der Schiffsverkehr in den letzten Jahrzehnten zu einem deutlichen Verlust der biologischen Vielfalt von Fischen und Makroinvertebraten in Europas Flüssen beigetragen hat. Und dazu, dass die verbliebenen Tiergemeinschaften immer einheitlicher werden und flusstypische Arten verloren gehen. Invasive Arten hingegen nehmen deutlich zu.
Inland recreational fisheries contribute nutritional benefits and economic value but are vulnerable to climate change
Das Forschungsteam schätzt, dass weltweit mehr als elf Prozent der jährlich gemeldeten Fänge in der Binnenfischerei durch die Freizeitfischerei in Seen und Flüssen erzielt werden. Der ermittelte Gesamtkonsumwert geangelter Fische liegt bei rund 10 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Aufgrund des Klimawandels und anderer Gewässerentwicklungen sinkt jedoch die fischereiliche Ertragsfähigkeit.