Nationale Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI)

Foto: David Ausserhofer/IGB

Für die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) werden alle Daten aus öffentlich geförderten Forschungsprojekten in Deutschland zusammengeführt, aufbereitet und geteilt. Das IGB ist in drei thematischen Konsortien beteiligt.

Wir wollen unsere Kompetenz im Bereich Data Science verbessern (insbesondere bei der Auswertung heterogener, nichtfortlaufender und großer Datensätze), einheitliche institutionelle Datenmanagementpraktiken implementieren und eine State-of-the-Art-Infrastruktur aufbauen. Deshalb werden im Rahmen der NFDI-Konsortien Werkzeuge und Arbeitsabläufe für das Forschungsdatenmanagement entwickelt, die auf die Bedürfnisse der IGB-Forschung zugeschnitten sind. Darüber hinaus fördert das IGB den Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Datenakteur*innen durch die Organisation von Workshops und die Teilnahme an zahlreichen (inter)nationalen Initiativen.

NFDI4Biodiversity

Das IGB beteiligt sich am Konsortium NFDI4Biodiversity, das an der Standardisierung und Harmonisierung von Biodiversitätsdaten arbeitet. Wir wollen mit dem interdisziplinären Potenzial unseres institutionellen Datenmanagements sowie unserer Biodiversitätsforschung einen Beitrag im Bereich der Süßwasserbiodiversität leisten.

NFDI4Microbiota

Das IGB beteiligt sich auch am Konsortium NFDI4Microbiota. Unser Ziel ist es, mikrobiologische Daten für die Biodiversitätsforschung zu standardisieren und zu harmonisieren. Mit unseren einzigartigen Langzeit-Routinedaten von vier Seen über fast zwanzig Jahre wollen wir einen Beitrag zur NFDI4Microbiota-Initiative leisten. Derzeit sequenzieren wir die letzten acht Jahre an Proben aus diesem Langzeitprogramm.

NFDI4Earth

Das IGB ist Mitantragsteller des Konsortiums NFDI4Earth. Wir wollen die Integration von Erdsystemdaten in die Gewässerforschung und für die Erdsystemforschung im Allgemeinen optimieren, indem wir die entscheidende, aber oft vernachlässigte Konnektivität zwischen den Binnengewässern und ihren terrestrischen Einzugsgebieten berücksichtigen. Das zentrale Instrument wird die neue Online-Plattform GeoFRESH sein, die die Integration, Verarbeitung, Verwaltung und Visualisierung verschiedener standardisierter raum-zeitlicher gewässerbezogener Erdsystemdaten ermöglicht. Die Plattform ermöglicht die Nutzung des gesamten Potenzials von Umwelt-, physikalischen und Süßwasserbiodiversitätsdaten entlang des hydrographischen Netzes und wird ein wichtiges Instrument für Forschung, nachhaltiges Gewässermanagement und zum Monitoring von Gewässerökosystemdienstleistungen sein. Außerdem ermöglicht die Kompatibilität der Daten einen verbesserten Austausch von Süßwasserdaten zwischen verschiedenen Bereichen. GeoFRESH stellt eine längst überfällige Komponente im FAIRen Datenmanagement für Gewässer dar und hat hohes Potenzial eine reibungslose Integration von Süßwasserdaten in allen Erdsystemdisziplinen voranzutreiben.

Ansprechpersonen

Sami Domisch

Forschungsgruppenleiter*in
Forschungsgruppe
Globale Süßwasserbiodiversität

Rita Adrian

Abteilungsleiterin (Emeritus)
Forschungsgruppe
Langzeit- und Klimafolgenforschung von Seen

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