19.07.2018 | Blitzlicht | Nadja Neumann

Zum Thema "Fake-Science"

Das Geschäft mit der Wissenschaft

Foto: David Ausserhofer

NDR, WDR, Süddeutsche Zeitung und andere nationale und internationale Medien haben gemeinsam die Aktivitäten von  „Raubverlegern – Predatory Publishing“ in der Wissenschaft weltweit recherchiert. Am IGB gibt es bisher erfreulicherweise keinen Fall des sogenannten Predatory Publishing. Nicht zuletzt wohl auch dank der Informationen und Beratungsangebote zur Auswahl seriöser Fachzeitschriften, die die IGB-Bibliothek unseren WissenschaftlerInnen zur Verfügung stellt.

Was ist Predatory Publishing?

Seit geraumer Zeit lässt sich beobachten, dass im Wissenschaftssystem Predatory Conferences und Predatory Journals die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis unterwandern. Anbieter publizieren gegen hohe Geldbeträge wissenschaftliche Ergebnisse. Dabei wird der Anschein wissenschaftlicher Qualität und entsprechender Qualitätssicherungsmechanismen wie zum Beispiel eines Peer-Review-Verfahrens erweckt – was de facto aber nicht der Fall ist. Vielmehr stehen rein wirtschaftliche Gründe hinter diesen Angeboten. Häufig ist das Auftreten der Verleger und Konferenzen so professionell, dass ein Unterschied zu seriösen Angeboten auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Hören Sie mehr zum Thema im Deutschlandfunk-Interview mit Prof. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW (Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft): Interview Tochtermann Fake-Science

Ergebnisse der Recherchekooperation zu Fake-Science z.B.: rbb Fake-Science

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