- Programmbereich:1) Biodiversität im Wandel
Global assessment of alien freshwater megafauna reveals complex socio-economic impacts
Diese Studie zeigt: Über 40 Prozent der heute lebenden großen Süßwassertierarten (Megafauna) wurden bewusst außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets angesiedelt. Diese gebietsfremden Arten können in den Einführungsregionen zwar wirtschaftliche Vorteile bringen, bergen jedoch zugleich erhebliche und oft unterschätzte Risiken für die einheimische Biodiversität und die lokale Bevölkerung.
Distinct contributions of suspended and sinking prokaryotes to mesopelagic carbon budget
Flow variability and macroinvertebrates jointly regulate stream periphyton and metabolism: Insights from experimental stream mesocosms
In Mesokosmos-Experimenten in Fließgewässern wurde untersucht, wie sich ein reduzierter Durchfluss und eine Abfolge höherer Abflüsse mit/ohne Makroinvertebraten auf Periphyton, Algenvolumen und Ökosystem-Metabolismus auswirken. Abflussvariabilität und Makroinvertebraten steuern gemeinsam Struktur u. Stoffwechsel des Periphytons, Makroinvertebraten stabilisieren die Reaktion auf Störungen.
Effects of Biodiversity Loss on Freshwater Ecosystem Functions Increase With the Number of Stressors
Challenges in studying microplastics in human brain
Mikroplastik ist allgegenwärtig – in der Umwelt und im menschlichen Körper. Doch die genaue Erfassung dieser Partikel stellt Forschende verschiedener Disziplinen vor große Herausforderungen. Die Autor*innen haben die methodischen Schwierigkeiten beschrieben und plädieren für stärker standardisierte Verfahren beim Biomonitoring.
A roadmap for equitable reuse of public microbiome data
Die Wissenschaft profitiert vom schnellen und offenen Austausch von Wissen. Es fehlen jedoch angemessene Gemeinschaftsstandards für den Datenaustausch zwischen verschiedenen Institutionen. In diesem Fachartikel diskutieren die Autor*innen Verbesserungen für den Austausch von umfangreichen Mikrobiom-Sequenzdaten.
A Dual Role of Common Mammals as Dispersers of Plants and Micro-Invertebrates Across Isolated Wetlands
Diel variation in CO2 flux is substantial in many lakes
Europe’s water law needs genomic resolution
Die Autor*innen empfehlen Politik und Behörden, ein neues genetisches Verfahren für die nötigen Messungen unter der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) einzusetzen. Aktuell wird als Schlüsselparameter für die Gewässerqualität die Vielfalt des Phytoplanktons – also von Kleinstalgen – mit einer Technik des inversen Mikroskops bewertet, die schon seit 1958 in Gebrauch ist.