17.01.2019 | Blitzlicht | Angelina Tittmann

Die Nachkommen des Phönix

Lothar Krienitz, viele Jahre lang Wissenschaftler am IGB, hat ein Buch über Zwergflamingos geschrieben. Das kürzlich erschienene Sachbuch gibt detaillierte Einblicke in das Leben dieser Wasservögel.

Zwergflamingos beim Bau ihrer vulkanförmigen Nester am Oloidiensee in Kenia. | Foto: Lothar Krienitz

Phoenicopteridae, die Phoenix-Flügel, so lautet der wissenschaftliche Name dieser Art. Flamingos gelten als die Verkörperung des Feuervogels. In verschiedenen Kulturen und Religionen stehen sie deshalb für Wiedergeburt und Widerstandsfähigkeit.

Weltweit gibt es sechs verschiedene Arten, zum Beispiel den Rosa Flamingo und den Zwergflamingo. Die Zwergflamingos (Phoeniconaias minor) sind wahre Nahrungsspezialisten und leben von Cyanobakterien und Algen. Sie sind hervorragend an die extremen Bedingungen tropischer Sodaseen angepasst und können sogar den ätzenden Wirkungen von Sole standhalten. Hitze, Vulkanasche und Salz kennzeichnen ihre Lebensräume im östlichen und südlichen Afrika sowie in Indien. Doch für die rosa Vögel wird es immer schwieriger, geeignete Lebensräume, Nahrung und Brutplätze zu finden, denn der Mensch stört zunehmend die natürlichen Salzseen.

Lothar Krienitz unternahm zwischen 2001 und 2015 33 Expeditionen in diese Gebiete. In seinem Buch verbindet er seine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen mit dem Phönix-Motiv. Auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und biologischer Informationen berichtet über das Leben der Flamingos, über andere Vögel und weitere interessante Tiere, aber auch über die Menschen in diesen Regionen.

Das Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für Biologie und Natur interessieren sowie an Afrika- und Indienbegeisterte. Es ist in deutscher und englischer Sprache beim Verlag Springer Nature erschienen.

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