Verhaltensbiologie & Schwarmintelligenz

Fischschwärme vollbringen oft Leistungen, die dem einzelnen Tier nicht möglich sind. Im Schwarm finden seine Mitglieder einfacher Nahrung, erkennen Feinde schneller oder können sich erfolgreicher fortpflanzen. Auch beim Menschen fallen kollektiv getroffene Entscheidungen oft besser aus als Entscheidungen von Einzelkämpfern. Soziale Netzwerke und kollektive Entscheidungsprozesse sind deshalb nicht nur für die Ökologie, sondern auch für das Entscheidungsmanagement in Politik, Medizin oder Wirtschaft interessant. In diesen Systemen spielen Prinzipien wie Wettbewerb, Organisation, Kooperation und Ressourcenmanagement eine bedeutende Rolle. Am IGB erforschen wir deshalb, wie sich Entscheidungsprozesse verbessern lassen. Aus dem Schwarmverhalten von Fischen leiten wir beispielsweise Modelle für die Dynamik und Organisation von Menschengruppen ab.

Mitteilungen zum Thema

Blitzlicht

Exzellente Aussichten für kollektive Intelligenz

Freude bei IGB-Forscher Jens Krause und seinem Team: Gleich zwei Exzellenzcluster zum Thema Intelligenz und kollektives Verhalten werden ab Januar 2019 im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert.
Pressemitteilung

Lichtverschmutzung macht Fische mutig

Künstliches Licht in der Nacht macht Guppys am Tage risikobereiter, so das Ergebnis eines Verhaltensexperiments von Forschern des IGB und des Max-Planck Instituts für Bildungsforschung.
Fokus

Wer gemeinsam schwimmt, findet mehr Nahrung

Wie gelangt man an Essbares, wenn das niemals zur gleichen Zeit oder am selben Ort zu finden ist? Des wilden Guppys Lösung scheint zu sein: in der Gruppe schwimmen und sich mit Weibchen umgeben.

Projekte zum Thema

Robofish

Ich werde die soziale Reaktionsfähigkeit eines interaktiven biomimetischen Roboters („Robofish“) variieren und das Folgeverhalten von lebenden Guppys quantifizieren.Mein Ansatz soll empirische Daten liefern um aktuelle theoretische Modelle zukollektivem Verhalten und insbesondere Führungsverhalten bei Tieren zu beurteilen  
Ansprechpartner
David Bierbach
Abteilung(en)
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
Beginn
05/2016
Ende
05/2019
Themenbereiche

B-Types

Wenn sich Individuen innerhalb einer Population in ihrem Verhaltenstyp stark voneinander unterscheiden, was für Auswirkungen hat das für Einzeltiere, Lebensgemeinschaften und Populationsmanagement?
Ansprechpartner
Max Wolf
Abteilung(en)
(Abt. 4) Biologie und Ökologie der Fische
Beginn
07/2013
Ende
06/2017
Themenbereiche

Experten zum Thema

David Bierbach

Postdoktorand/in
Arbeitsgruppe
Schwarmverhalten
Ursachen und Konsequenzen von Verhaltenstypen

Jens Krause

Abteilungsleitung
Arbeitsgruppe
Schwarmverhalten

Kate Laskowski

Postdoktorand/in
Arbeitsgruppe
Nahrungsnetze und Fischgemeinschaften
Ursachen und Konsequenzen von Verhaltenstypen

Max Wolf

Arbeitsgruppenleitung
Arbeitsgruppe
Ursachen und Konsequenzen von Verhaltenstypen

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