Globale Süßwasserbiodiversität
Gruppenprofil
Der Everglades-Nationalpark, ein geschütztes Sumpfgebiet im US-Bundesstaates Florida. | Foto: Sami Domisch
Süßwasserorganismen und -ökosysteme sind – verglichen mit terrestrischen uns marinen Ökosystemen – besonders bedroht und von einem starken Rückgang der Arten und ihrer Populationen gekennzeichnet. Eine zentrale Herausforderung stellt zunächst die Erfassung des aktuellen Stands der Artenvielfalt in Süßwasserökosystemen dar, denn ihre Artenvielfalt bleibt hinsichtlich ihrer ökologischen Bedeutung oftmals unterbewertet, wodurch Maßnahmen für die Erhaltung dieser Ökosysteme sowohl auf regionaler als auch globaler Skala unterrepräsentiert bleiben.
Die Herausforderungen lassen sich in die folgenden drei Aspekte unterteilen: (i) die Informationen und Daten zur Biodiversität in Süßwasserökosystemen sind weltweit ungleichmäßig verteilt. (ii) Zusätzlich stellt die Berücksichtigung der Konnektivität bei der Bewertung der räumlichen Biodiversität in Süßwasserökossystemen eine Herausforderung dar. (iii) Darüber hinaus wird die Notwendigkeit eine hohe räumliche Auflösung zu berücksichtigen – da kleine Flüsse den größten Anteil am Flussnetz ausmachen – oft unterschätzt.
Wir entwickeln neue Datensätze und Methoden, um z.B. die umweltbedingten Faktoren zu untersuchen, die die Verbreitung von Wasserinsekten beeinflussen, oder wie räumliche Modellierungsansätze eine Grundlage für Naturschutzprioritäten in unterschiedlichen, aber dennoch artenreichen Regionen der Welt darstellen können, oder wie die Struktur des Flussnetzes die Artenvielfalt und die Artenzusammensetzung beeinflusst.
Weitere Informationen zu unseren Forschungsansätzen sind auf unserer Webseite erhältlich: glowabio.org >.