Mikrobieller Abbau von Makrophyten

Einfluss von Stöchiometrie und Polyphenolen auf den Makrophytenabbau durch Bakterien

Elodea nuttallii im Müggelsee 2017

Aquatische Makrophyten spielen eine entscheidende Rolle im Kohlenstoff (C)-Kreislauf von Gewässern, indem sie anorganisches CO2 durch Photosynthese in organischen C umwandeln. Nach dem Absterben sammelt sich organisches Makrophytenmaterial an der Sedimentoberfläche, wo es entweder mikrobiell abgebaut oder für längere Zeit abgelagert wird. Einer der Hauptfaktoren für den Abbau von aquatischen Makrophyten ist die Nährstoffqualität für Mikroben. Die Nährstoffqualität einer bestimmten Makrophytenart hängt vom C: Stickstoff (N) - und C: Phosphor (P) -Verhältnis sowie dessen Gehalt an Polyphenolen ab. Derzeit besteht noch kein Konsens darüber, ob das C: Nährstoffverhältnis oder der Phenolgehalt das wichtigste Merkmal für den Makrophytenabbau ist. Tatsächlich können diese beiden biochemischen Merkmale je nach Art und mit den Umweltgradienten stark variieren. Polyphenole haben außerdem antibakterielle Eigenschaften, wodurch die bakterielle Biomasse beeinflusst und die Bakterienvielfalt verringert wird. Dies kann wiederum zu reduzierten Abbauraten führen. Daher wollen wir herausfinden, wie C: Nährstoffverhältnisse, Polyphenolgehalt und Bakterien beim Abbau von Makrophyten interagieren.

 

Projektsteckbrief

Laufzeit

01.05.2018
31.10.2019
Abteilung(en)
(Abt. 2) Ökosystemforschung
(Abt. 3) Experimentelle Limnologie
Programmbereich
(PB 2) Aquatische Grenzzonen
Projektteam am IGB
Themenbereiche
Finanzierung

IGB Fellowship

Projektpartner

Wageningen Environmental Research

Ansprechpartner

Sabine Hilt

Arbeitsgruppenleitung
Arbeitsgruppe
Aquatisch-terrestrische Kopplung und Regimewechsel

Mandy Velthuis

Postdoktorand/in
Arbeitsgruppe
Aquatisch-terrestrische Kopplung und Regimewechsel

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