(Abt. 5) Ökophysiologie und Aquakultur

In der Abteilung Ökophysiologie und Aquakultur untersuchen wir die ökophysiologischen Auswirkungen multipler Umweltfaktoren auf aquatische Wirbeltiere, speziell Fische und Amphibien, und erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für eine nachhaltige Aquakultur. Ziel ist es, die Mechanismen zu verstehen, durch die Stressoren und andere biotische und abiotische Faktoren auf Körperfunktionen von Individuen wie Fortpflanzung, Physiologie, Entwicklung, Wachstum und Verhalten einwirken.

Ansprechpersonen

Werner Kloas

Abteilungsleiter*in
Forschungsgruppe
Aquaponik und Ökophysiologie

Abteilungsmitglieder

Ausgewählte Publikationen

April 2021
Scientific Reports. - 11(2021), Art. 3440

Eye fluke infection changes diet composition in juvenile European perch (Perca fluviatilis)

Jenny C. Vivas Muñoz; Christian K. Feld; Sabine Hilt; Alessandro Manfrin; Milen Nachev; Daniel Köster; Maik A. Jochmann; Torsten C. Schmidt; Bernd Sures; Andrea Ziková; Klaus Knopf

Die Autor*innen untersuchten mit Stabilisotopen- und Mageninhaltsanalysen, ob sich die Beutezusammensetzung beim Flussbarsch infolge einer Infektion mit Augenparasiten verändert. Die Studie zeigt erstmals, dass sich die Fische mit steigender Infektionsintensität selektiver ernähren und die Parasiten so top-down Effekte ihres Wirtes auf niedriger trophischer Ebene beeinflussen können.

März 2021
Molecular Biology and Evolution. - 38(2020)1, 108–127

An unbiased molecular approach using 3′-UTRs resolves the Avian Family-Level tree of life

Heiner Kuhl; Carolina Frankl-Vilches; Antje Bakker; Gerald Mayr; Gerhard Nikolaus; Stefan T. Boerno; Sven Klages; Bernd Timmermann; Manfred Gahr

Die Autor*innen konnten erstmals die Verwandtschaftsbeziehungen aller Familien der Nicht-Sperlingsvögel und fast aller Familien der Sperlingsvögel auf Basis von Transkriptomdaten aufklären. Der neue Stammbaum basiert auf Genabschnitten (3‘‑UTRs), die nicht für Proteine kodieren, aber Sequenzen enthalten, die jeweils spezifisch für die Familien und deren Gattungen sind.

März 2021
Molecular Ecology. - 29(2020)18, 3403–3412

Genes acting in synapses and neuron projections are early targets of selection during urban colonization

Jakob C. Mueller; Martina Carrete; Stefan Boerno; Heiner Kuhl; José L. Tella; Bart Kempenaers

Wenn eine Art einen städtischen Lebensraum besiedelt, können Unterschiede in der Umwelt zu neuartigem Selektionsdruck führen. In dieser Studie wurden mehrere Populationen (213 komplette Genome) der Kaninchen-Eule (Athene cunicularia), einer Art, die vor wenigen Jahrzehnten südamerikanische Städte kolonisierte, auf konsistente städtische Selektionssignale hin untersucht.

März 2021
Science. - 370(2020)6513, 208-214

The mole genome reveals regulatory rearrangements associated with adaptive intersexuality

Francisca M. Real; Stefan A. Haas; Paolo Franchini; Peiwen Xiong; Oleg Simakov; Heiner Kuhl; Robert Schöpflin; David Heller; M-Hossein Moeinzadeh; Verena Heinrich; Thomas Krannich; Annkatrin Bressin; Michaela F. Hartmann; Stefan A. Wudy; Dina K. N. Dechmann; Alicia Hurtado; Francisco J. Barrionuevo; Magdalena Schindler; Izabela Harabula; Marco Osterwalder; Michael Hiller; Lars Wittler; Axel Visel; Bernd Timmermann; Axel Meyer; Martin Vingron; Rafael Jiménez; Stefan Mundlos; Darío G. Lupiáñez

Weibliche Maulwürfe besitzen neben Eierstock- auch Hodengewebe, das männliche Geschlechtshormone produziert – was eine strenge Kategorisierung in zwei Geschlechter verhindert. Welche Erbgut-Änderungen zu dieser einzigartigen Entwicklung beitragen, beschreibt ein Team um die Berliner Forscher Stefan Mundlos und Darío Lupiáñez.

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